Poppenrichter Gemeinderat will Verkehrssituation in Witzlhof beim Netto-Markt entschärfen
Im Kreis herum ist sicherer

Sulzbacher Straße, Kokerei-Straße und Dr. Robert-Strell-Straße treffen hier aufeinander - da kann es bei größerem Verkehrsaufkommen schon einmal zu Unstimmigkeiten kommen. Der Poppenrichter Gemeinderat will diese Kreuzung mit einem Kreisverkehr entschärfen. Bild: gf
Politik
Poppenricht
07.07.2016
119
0

Die Verkehrssituation in Witzlhof beim Netto-Markt muss entschärft werden, da waren sich die Poppenrichter Gemeinderäte einig. Ein Kreisverkehr wäre die beste Lösung, wenn dafür nicht gleich drei Straßenbaulastträger unter einen Hut gebracht werden müssten: die Stadt Amberg, das Straßenbauamt Amberg-Sulzbach und die Gemeinde.

Zum SPD-Antrag, die Netto-Kreuzung in Witzlhof zu entschärfen, meinte in der Gemeinderatssitzung Fraktionssprecher Andreas Kopf für die CSU: "Da sind wir dabei." Sein SPD-Kollege Wolfgang Schmidt begründet die Eingabe damit, dass auf engstem Raum Bushaltestelle, Fußgängerüberweg. Fahrradweg und mehrere Straßeneinmündungen zusammentreffen. Eine Verbesserung würde dem regen Pendelverkehr zwischen Amberg und Sulzbach-Rosenberg und umgekehrt zugute kommen, aber auch den Bewohnern der Luitpoldhöhe, den Kunden des Netto-Marktes und den Verkehrsteilnehmern aus dem Baugebiet Sünderbühl. Verwirklichen lasse sich etwa ein Kreisverkehr nur, so die fraktionsübergreifende Ansicht, wenn die drei beteiligten Straßenbaulastträger Straßenbauamt, Stadt Amberg und Gemeinde Poppenricht an einem Strang ziehen.

Verdeckte Messungen


Um über verkehrsberuhigende Maßnahmen, die von Bewohnern des Ortsteils Wirnsricht gefordert wurden, entscheiden zu können, werden vorerst "verdeckte Messungen" durchgeführt, kündigte Verwaltungsleiter Hartmut Gawlik an, dann Messungen mit Display und Geschwindigkeitsanzeige. Außerdem wolle man Landratsamt und Polizei um Stellungnahmen bitten, aber allzu große Hoffnungen sollten sich die Antragsteller nicht machen, wie gleich gelagerte Fälle gezeigt hätten. "Bevor wir entscheiden, sollten die betroffenen Bürger mit einbezogen werden", schlug Schmidt vor.

Bürgermeister Franz Birkl informierte über die Überprüfung der Kindergärten St. Anna und St. Michael und betonte, dass die wenigen geringfügigen Mängel umgehend behoben werden oder vom Personal bereits bereinigt worden seien. Die Grundschule habe eine neue Ampelanlage für die Verkehrserziehung erhalten, und im Regenüberlaufbecken Traßlberg sei die neue Siebanlage eingebaut worden.

Rohrbrüche gab es laut Birkl an der Straße nach Altmannshof, die Schäden seien aber bereits behoben. Ähnliche Vorkommnisse beim Gehweg Hirtengrund und im Ortsteil Häringlohe könnten nur mit aufwendigeren Arbeiten repariert werden. Kurz wurde über den Kinderspielpatz Zum Glaser diskutiert, die Anbringung eines Verbotsschildes für Hunde beschlossen. Außerdem soll eine Sitzbank verlegt, sollen schattenspendende Bäume außerhalb der Anlage gepflanzt werden.

In der Nähe der Brücke über die Vils bei Neumühle strebt die Stadt Amberg eine Änderung der Gemeindegrenzen an - es geht um wenige Quadratmeter -, was der Gemeinderat einstimmig ablehnte. Zwei Bauanträge wurden abgesegnet. Johannes Hauer wies auf das gemeindliche Ferienprogramm hin, das 18 Veranstaltungen in Poppenricht und weitere überörtliche Veranstaltungen enthält und das von fast 20 Vereinen und Privatpersonen organisiert wird.

E-Mails statt Papier


Weniger Papier an die Gemeinderäte versenden, es gehe auch per E-Mail, lautete das Ansinnen von Waltraud Lobenhofer. Da müsse dann darauf geachtet werden, dass vertraulicher Inhalt aus nichtöffentlichen Sitzungen nicht in falsche Hände gerate, warnte Bertram Gebhard. Außerdem müsste der Gemeinderat die Geschäftsordnung ändern.

Keine BeifallsstürmeDerzeit besuchen 21 Kinder aus der Gemeinde Poppenricht die Sing- und Musikschule im benachbarten Sulzbach-Rosenberg. Deren jährliches Defizit in Höhe von 320 000 Euro trägt die Stadt Sulzbach-Rosenberg. Die Gemeinde Poppenricht soll nun nach Ansicht der Herzogstadt anrechenbare kommunale Leistungen übernehmen, Sulzbach-Rosenberg denkt dabei an etwa 8000 Euro. Dieses Ansinnen führte nicht gerade zu Beifallsstürmen im Poppenrichter Gemeinderat. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Franz Birkl, einen Besprechungstermin zu diesem Thema wahrzunehmen. (gfr)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.