SPD fordert schnelle Barrierefreiheit
Taten statt reden

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Roger Hoffmann mit der stellvertretenden Landrätin und Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann. Bild: wos
Politik
Poppenricht
25.06.2016
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"Die SPD hat sich schon immer um die Belange der kleinen Leute gekümmert", unterstrich stellvertretende Landrätin und Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann bei der Mitgliederversammlung des Ortsvereins Poppenricht-Traßlberg im SVL-Sportheim. Aktuell kämpfe die Partei in Berlin um die Gleichstellung der Frau. Zu Bachmanns Bedauern ist diese "nur teilweise umgesetzt" - eine vollständige Gleichstellung hätten CDU/CSU verhindert.

Persönlich setzt Bachmann sich für Menschen mit Behinderung ein. Barrierefreiheit sei für Rollstuhlfahrer, Benutzer von Rollatoren, aber auch für Eltern mit Kinderwägen unerlässlich: Sie alle täten sich an vielen Bordsteinkanten schwer. Bachmann kritisierte den barrierefreien Ausbau in Bayern: Das Ziel, diesen bis 2023 im öffentlichen Leben abgeschlossen zu haben, werde nie und nimmer erreicht. Dem pflichtete Ortsvereinsvorsitzender Roger Hoffmann bei. Auch in Poppenricht sei der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen an der Staatsstraße einstimmig beschlossen worden - Haushaltsmittel seien aber bis 2019 nicht eingeplant: "Hier reichen keine Absichtserklärungen. Es müssen Taten sprechen", sagte Hoffmann.

SPD ist gefordertEhrenvorsitzender Alfons Graf ging mit der CSU ins Gericht. Ministerpräsident Horst Seehofer rede den Bürgern nur nach dem Maul, etwa bei Windkraft, Leitungsbau, Flughafenausbau. Er zeige aber keine Lösungen für Probleme auf. Diese halse er seinen Nachfolgern und der nächsten Generation auf. Auch gegen das Ortskern-Sterben werde zu wenig getan. Graf forderte bessere staatliche Programme. Die SPD müsse selbst mehr tun. Unter den vielen Veranstaltungen des Ortsvereins sei die Klausurtagung besonders ergiebig gewesen: Sie habe die politische Zielrichtung definiert. Gut angekommen sei der Bürgerdialog in Wirnsricht. Der nächste sei in Altmannshof/Speckshof geplant. Als Delegierter zur Bundestagswahl wurde Roger Hoffmann einstimmig bestätigt, Ersatzmann ist Markus Zagel. (wos)
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