Viel zu viel Abwasser im System
Der Kanal säuft ab

Mitglieder des SPD-Ortsvereins sowie sozialdemokratische Gemeinderäte im Gespräch mit Bürgern aus Altmannshof und Speckshof. Bild: wos
Politik
Poppenricht
02.08.2016
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So viel Abwasser wie das Pumpwerk Altmannshof anhebt, können die an die Kanalisation angeschlossenen Haushalte nie und nimmer produzieren. Ein altbekanntes Problem.

Im Zuge des angestoßenen Bürgerdialogs "Teilen Sie uns mit, wo der Schuh drückt" besuchte der SPD-Ortsverein Poppenricht-Traßlberg den Ortsteil Altmannshof/Speckshof. Stellvertretender Vorsitzender und Gemeinderatsmitglied Markus Zagel informierte die Runde unter anderem über den Zustand des Kanalnetzes in diesem Teil der Gemeinde.

In Speckshof sei er "eher unkritisch", große Probleme mache hingegen das Pumpwerk in Altmannshof. Gemessen an den angeschlossenen Einwohnern lägen die Betriebsstunden der Anlage und damit die Stromkosten viel zu hoch. Verursacht werde dieses Problem wohl durch eindringendes Grundwasser. Dieses sogenannte Fremdwasser komme durch Lecks in der Verrohrung, habe erst kürzlich eine entsprechende Untersuchung ergeben.

Zudem führt der Kanal unter der Vils hindurch. Wegen des vielen Fremdwassers habe dieses Stück noch nicht mit untersucht werden können, eine Spezialfirma werde das in den nächsten Wochen nachholen. Erst dann könnten konkrete Sanierungsvarianten erarbeitet und umgesetzt werden. "Der Gemeinderat sollte sich für eine Sanierungsart entscheiden, bei der gänzlich auf Aufgrabungen verzichtet werden kann", forderte Zagel. Diese Technik der sogenannten geschlossenen Bauweise mit Robotern sei seit vielen Jahren erprobt und könne als ein Standardverfahren angesehen werden.

Klare Zusage


Zum Internetausbau durch die Firma Jobst merkte Ortsvereinsvorsitzender Roger Hoffmann an, dass die SPD eine Kabellösung favorisiert hätte, jedoch der Anbieter Interesse an einem eigenwirtschaftlichen Ausbau gezeigt habe und deshalb dem Gemeinderat die Hände gebunden gewesen seien. Handlungsbedarf sahen Bewohner aus Speckshof im fehlenden Gehsteig vom Ortsende bis zur Staatsstraße, um sicher zur Bushaltestelle zu gelangen, weil hier wie andernorts zu schnell gefahren werde. Hoffmann ergänzte: "Auch bei dieser Bushaltestelle würde ein barrierefreier Ausbau Sinn machen, nicht nur an der Staatsstraße 2040. Den Ausbau des Gehweges werden wir in den Gemeinderat einbringen."

Gemeinderätin Waltraud Lobenhofer ging auf den vielfach geäußerten Wunsch eines Weiterbaus des Radweges an der Kreisstraße nach Obersdorf ein. Da jedoch der Ausbau der Kreisstraße seitens des Landkreises um einige Jahre verschoben wurde, sei Geduld gefragt. "Wenn der Ausbau erfolgt, wird auch der Radweg mit gebaut", so Lobenhofer.
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