Wegen Filialschließung: Gemeinde wechselt von Sparkasse zu Raiffeisenbank
Poppenricht kündigt Konto

Das ist in meinen Augen - auf gut Bayerisch gesagt - ein Schmarrn.
Politik
Poppenricht
21.12.2015
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Nach dem Markt Freihung hat jetzt auch die Gemeinde Poppenricht Konsequenzen aus der angekündigten Filialschließung der Sparkasse Amberg-Sulzbach in ihrem Gebiet gezogen: Im nichtöffentlichen Teil seiner Sitzung beschloss der Gemeinderat vergangene Woche, das Hauptkonto der Kommune, über das sämtliche Rechnungen laufen, bei der Sparkasse zu kündigen und zur örtlichen Volks- und Raiffeisenbank zu verlagern.

Ab Februar


Das soll mit der Auflösung der Filiale Witzlhof - wahrscheinlich im Februar - wirksam werden, erklärte Bürgermeister Franz Birkl auf AZ-Nachfrage. Diese Schließung habe dann nämlich auch zur Folge, dass der Kämmerer die Datenträger für die Abrechnung mit der Sparkasse nicht mehr bloß nach Witzlhof bringen müsse, sondern nach Amberg. Und das müsse nicht sein, wenn man mit der VR-Bank im selben (Rat-)Haus untergebracht sei. Er habe das Sparkassen-Vorstand Werner Dürgner auch so mitgeteilt.

Die Sparkasse hatte laut Birkl im Oktober als Alternative zur Filiale in Witzlhof angeboten, dass ihre Kunden Geld an der Kasse eines örtlichen Einkaufsmarktes abheben könnten, wenn sie dort einen bestimmten Mindestbetrag ausgeben. "Aber das ist in meinen Augen - auf gut Bayerisch gesagt - ein Schmarrn", ist der Bürgermeister und stellvertretende Landrat für eine solche Lösung nicht zu begeistern.

Die Sparkassen-Vorstände hätten die Gründe für ihr Vorgehen in einer Besprechung mit den Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat, den stellvertretenden Bürgermeistern und dem Kämmerer erläutert, sagt Birkl. "In die Bürgerversammlung wollten sie damit nicht."

"Gut gehende Filiale"


Man habe in dieser Sache mehrere Gespräche geführt, ohne die Haltung der Sparkasse ändern zu können. Er habe versucht, auf einer sachlichen Basis zu argumentieren, aber ohne Erfolg. "Ich kann immer noch nicht verstehen, warum man eine Zweigstelle schließt, die - auch nach den Aussagen der Sparkassen-Leute - eine gut gehende ist."

Die Entscheidung im Gemeinderat fiel laut Birkl ohne große Diskussion einstimmig. Das sei nach den vorhergehenden Besprechungen auch zu erwarten gewesen. Man habe den Punkt aber in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung gelegt, weil es um geschäftliche Belange gegangen sei.
Das ist in meinen Augen - auf gut Bayerisch gesagt - ein Schmarrn.Franz Birkl zum Alternativvorschlag der Sparkasse
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