Neujahrsempfang
Zwei Themen sorgen für Zoff

Vermischtes
Poppenricht
04.01.2016
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Die Sternsinger der Pfarrei St. Michael haben beim Neujahrsempfang immer ihren ersten großen öffentlichen Auftritt. Bilder: gf (2)

Die Erschließung neuer Wohngebiete, Barrierefreiheit und die Bewältigung der Flüchtlingskrise stellte Bürgermeister Franz Birkl in den Mittelpunkt seiner Ausführungen beim Neujahrsempfang der Gemeinde Poppenricht am Neujahrstag in der Aula der Grundschule.

"Das Jahr 2015 wurde geprägt von Flüchtlingsströmen aus den Kriegsgebieten Naher Osten, Balkan und Afrika", betonte Bürgermeister Franz Birkl beim Neujahrsempfang seiner Gemeinde vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Handwerk sowie den Repräsentanten der Kirchen. Mit den Flüchtlingen habe die deutsche Gesellschaft eine große Herausforderung angenommen, die nur mit enormem Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer zu bewältigen war.

Gute Entwicklung


Die gute wirtschaftliche Entwicklung habe eine hohe sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und niedrige Arbeitslosenzahlen sowie weitgehend belegte Ausbildungsplätze zur Folge. Selbst die Insolvenz der Luitpoldhütte sei mit einem neuen Investor vom Tisch, und die Mitarbeiter könnten mit Weiterbeschäftigung rechnen. "Gewerbe- und Einkommenssteuer sowie Schlüsselzuweisungen haben sich in der Gemeinde Poppenricht gut entwickelt. Das ermöglicht der Verwaltung, die Gemeinde voranzubringen und die Lebensqualität zu steigern."

Einen unbezahlbaren Beitrag für die Entwicklung, so Franz Birkl, würden die Bürger leisten, die sich ehrenamtlich engagieren, wobei die Feuerwehr von sich behaupten könne, die älteste Organisation zu sein, die sich für das Gemeinwohl engagiere. Das werde die Gemeinde Poppenricht mit einer vernünftigen Ausstattung ihrer Feuerwehren honorieren. Im Gemeindebereich hätten auch die Senioren und Familien einen hohen Stellenwert, so Franz Birkl. Er erinnere nur an "Alt werden Zuhause", Nachbarschaftshilfe, Alltagsbegleitung, Seniorenwochen, Seniorenfrühstück, die beliebten Seniorenwanderungen oder Kindertagesstätten, Krabbelgruppe, Ferien- und Mittagsbetreuung in der Schule.

"Gegenüber Ballungsräumen haben Vereinsstrukturen im ländlichen Raum klare Vorteile, weil hier Jugendliche leichter aktiv in Vereine eingebunden werden können und rechtzeitig lernen, in Gruppen oder Sparten soziale Kompetenzen zu erwerben." Wichtig für die Entwicklung einer Gemeinde seien Wohn- und Siedlungsgebiete, betonte Franz Birkl, außerdem ausreichende Betreuungsangebote, attraktive Spielplätze, Kindergärten und eine wohnortnahe Schule. Zum Ende seiner Ausführungen bedankte sich der Bürgermeister beim Gemeinderat für eine über die Parteigrenzen hinweg konstruktive Zusammenarbeit. Den Mitarbeitern des Bauhofs, der Gemeindeverwaltung sowie der kommunalen Liegenschaften danke er für ihren Einsatz.

Spontan sprach Franz Birkl zwei Themen an, die in seiner Gemeinde für Missmut sorgen, die Differenzen einer Anwohnerin mit der Poppenrichter Feuerwehr und die starre Haltung der Sparkasse Amberg-Sulzbach. Nicht nachvollziehbar sei, dass vom Feuerwehrgerätehaus in Poppenricht unerträglicher Lärm ausgehe, sei es bei den wenigen Übungsstunden oder gar, wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz ausrücke.

Schließung "Unsinn"


Sachliche Gespräche mit der Sparkasse seien sicherlich förderlicher als "ewiges Draufhauen", und wenn Zweigstellen geschlossen werden, sollte der Sparkassenvorstand auch an seine in diesen Zweigstellen tätigen Mitarbeiter denken. Birkl weiter: "Absoluter Unsinn sind Gerüchte, dass auch die Volks- und Raiffeisenbank Amberg über eine Schließung ihrer Zweigstelle im Poppenrichter Rathaus nachdenke." Birkl betonte, dass ihm der VR-Vorstand zugesichert habe, dass diese Zweigstelle auf lange Jahre hinaus erhalten bleibe.
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