Poppenrichter Protest gegen Schließung in Witzlhof
623 Unterschriften für Sparkassenfiliale

Sie tauschten bei der Übergabe der Unterschriftenlisten noch einmal Argumente aus (von links): Bertram Gebhardt, Alexander Düssil, Werner Dürgner, Dieter Meier, Franz Birkl, Gertraud Weigl und Wolfgang Schmidt. Bild: gf
Wirtschaft
Poppenricht
28.01.2016
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Von November bis Januar haben sich in der Gemeinde Poppenricht 623 Bürger in Unterschriftenlisten eingetragen, um gegen die Schließung der Sparkassen-Filiale in Witzlhof zu protestieren. Am Mittwoch wurden die Listen den Sparkassenvorständen übergeben, wobei Bürgermeister Franz Birkl klar war, dass die Sparkasse an ihrer Entscheidung festhalten werde.

Gegenüber den Sparkassenvorständen Dieter Meier, Werner Dürgner und Alexander Düssil betonte Birkl, dass eine kleine Lösung mit einem Geldautomaten durchaus Sinn gehabt hätte. SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt und FW-Sprecher Bertram Gebhardt meinten, dass noch mehr Poppenrichter unterschrieben hätten, wenn sie an ein Fortbestehen der Sparkasse im Gemeindebereich geglaubt hätten. Bürgermeisterin Gertraud Weigl hatte darauf gehofft, dass auf Senioren und deren eingeschränkte Mobilität mehr Rücksicht genommen würde.

"Wir bleiben in Poppenricht, Traßlberg und Witzlhof präsent", unterstrich Sparkassenvorstand Dieter Meier, wenn auch nicht mit einem eigenen Gebäude, sondern einer mobilen Beratung, die je nach Bedarf ausgebaut werden könne. Faktum sei jedoch, dass immer mehr Sparkassenkunden ihre Transaktionen trotz der Zweigstelle in Witzlhof bereits seit Jahren in Amberg oder Rosenberg erledigt hätten. Bereits jetzt biete die Sparkasse ihren Kunden an, Überweisungen telefonisch zu veranlassen, und dafür geben es keine eingeschränkten Öffnungszeiten. Nach gewissen Sicherheitsrückfragen werde der Sparkassenmitarbeiter eine Überweisung für den Kunden erledigen. Zusätzliche Unkosten fielen dabei nicht an. Meier betonte, dass nur 23 Kunden aus dem Gemeindebereich Poppenricht mobil stark eingeschränkt seien, aber diesen Kunden werde man einen angemessenen Service anbieten, "mit dem sie auch zufrieden sein werden". Berücksichtigen sollte man auch, so Meier, dass die Sparkasse Amberg-Sulzbach an Veränderungen im Bankensystem nicht vorbeikomme.
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