Jagdgenossenschaft Riggau
Eine richtige Schweinerei

Die Vorstandschaft der Jagdgenossenschaft Riggau (von links) Kassenverwalter Konrad Neuser, Schriftführer Gerhard Fuchs und Vorsitzender Hans Reindl diskutierte die Schäden durch Wildschweine. Bild: is
Freizeit
Pressath
15.03.2016
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Die Jagdgenossenschaft Riggau befasste sich bei der Jahreshauptversammlung mit so mancher "Schweinerei". Das Schwarzwild sorgt in den Revieren für einige Turbulenzen.

Altendorf/Riggau. Seit Jahren verursachen die Schwarzkittel große Schäden im Gelände. Deshalb stand das Thema im Mittelpunkt der Diskussionen bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Popp in Altendorf. Nach einem Totengedenken für die verstorbenen Mitglieder Thomas Götz aus Pfaffenreuth und Heinz Daubenmerkl aus Pressath ging Jagdvorsteher Hans Reindl auf die besondere Lage der vier Reviere ein.

Auf der einen Seite werden diese durch den Hang an der Winterleite abgegrenzt und auf der anderen Seite durch die Reviere des Staatsforstes. "Das Problem durch die Sauen bekommen wir nur durch gezielte Maßnahmen in den Griff", unterstrich er. Auf Unverständnis stieß bei ihm, dass Nachtsichtgeräte für die Jagd auf das Schwarzwild nicht verwendet werden dürfen. Es sei wegen der enorm hohen Wildschäden schwierig, die Reviere zu verpachten.

Unfaire Gebühren


Lobend erwähne er den Einsatz der Jäger bei erfolgreichen Drückjagden. Er wies darauf hin, dass das Jagdkataster auf den neuesten Stand gebracht wurde und in den kommenden Jahren als Grundlage für die Jagdgenossenschaft diene. Kritisch betrachtete er das Verhalten des Landratsamtes hinsichtlich der Gebühren für die Trichinenschau beim Schwarzwild. "Die Gebühren für Tiere unter 25 Kilogramm sind im Gegensatz zum Nachbarlandkreis Tirschenreuth sehr hoch." Dort würden 2,50 Euro pro Tier verlangt und im Landkreis Neustadt/WN 15 Euro. Dies sei keine gerechte Behandlung.

Kassenverwalter Konrad Neuser berichtete von einem "Plus". Seine Zahlen wurden von den Kassenprüfern Thomas Neumann und Michael Neumann bestätigt. Der Pachtschilling wird auf die Ortschaften zur Finanzierung von Gemeinschaftsaufgaben verteilt. In den Revieren III (Eichelberg) und IV (Pfaffenreuth) wurden laut Pächter Norbert Ferstl insgesamt 45 Sauen erlegt. Im Revier II (Wollau-Döllnitz) konnten laut Pächter Carsten Landgraf sechs Sauen erlegt werden, im Revier I (Riggau) waren es elf Schwarzkittel. Beim Rehwild wurden die Abschusspläne erfüllt. Hegeringleiter Albert Butscher gab bekannt, dass das Verbissgutachten "tragbar" sei und ordentlich durchgeführt wurde.

Stadtpfarrer Precht lobte den Einsatz für die Natur. Eine von Norbert Ferstl ins Gespräch gebrachte "Wildschadenkasse" wurde nicht abschließend behandelt. Reindl dankte den Revierinhabern und Jägern fürs Jagdessen.
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