Katrin Graser macht Auslandssemester in Tallinn
Wasser, Wälder, Weltkultur

Bayern grüßt Estland. Studenten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Hof erkunden das Land. Mit dabei Katrin Graser (Vierte von rechts).
Freizeit
Pressath
26.02.2016
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Auslandssemester sind bei Studenten beliebt - aber nicht in Tallinn. Die Pressatherin Katrin Graser hat sich trotzdem für Estlands Hauptstadt entschieden und bereut es überhaupt nicht.

/Tallinn. "Järgmine peatus: Tallinna Ülikool": Wenn Katrin Graser diese Worte im Bus hört, weiß sie, dass sie aussteigen muss. Die Pressatherin verbringt ein Semester in Estlands Hauptstadt und ist von Land, Leuten und Universität angetan. Warum in die Ferne reisen, wenn man in Europa noch vieles nicht kennt? Diese Frage stellte sich die Studentin, als es darum ging, eine Partneruni fürs Auslandssemester zu suchen. Beim Sichten fiel ihr auf, dass Europa viel zu bieten hat. Sie konzentrierte sich auf Länder, von denen sie wenig wusste, Länder die keine typischen Urlaubsziele sind: Island, Slowenien, Estland standen zur Wahl. Irgendwann stand fest: Das nördlichste und kleinste baltische Land soll's werden: Estland.

Das 1,3-Millionen-Land hat sich beinahe unbemerkt zu einem der wirtschaftsstärkeren EU-Mitgliedern entwickelt. Tallinn war 2011 Europas Kulturhauptstadt. Mt zirka 430 000 Einwohnern lebt hier etwa ein Drittel der estnischen Bevölkerung. Die Hauptstadt bietet eine mittelalterliche Altstadt mit Cafés, Bars und ausgeprägtem Nachtleben. Beeindruckend findet Graser die Stadtmauer mit ihren Toren und Türmen und das im 15. Jahrhundert erbaute Rathaus. Sie wundert sich jedenfalls nicht mehr, dass die Unesco die Altstadt 1997 in die Welterbeliste aufnahm.

"Estland ist wie geschaffen für alle, die einfach mal ausruhen und saubere Luft atmen wollen", hat Graser festgestellt. Etwa die Hälfte des Landes ist von Wald bedeckt. Estland biete sich deshalb an zum Wandern und um Flora und Fauna zu erkunden, die im Vergleich zu den übrigen europäischen Ländern besonders ist. Im Winter lässt sich die Sonne oft nur wenige Stunden am Tag blicken. Durch die Lage an der Ostsee sind die Temperaturen aber vergleichsweise mild. Zwischen minus ein und minus sechs Grad herrschten in den letzten Wochen bei wenig Schnee.

Erasmus+Das Programm der EU-Kommission soll die allgemeine Zusammenarbeit im Bereich Bildung, Studenten- und Mitarbeitermobilität in Europa fördern. Es bietet Studierenden die Möglichkeit, in anderen europäischen Staaten Erfahrungen zu sammeln, Sprache und Kultur kennen zu lernen, sowie die dortigen Studienangebote für sich zu nutzen.

Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern (FHVR) in Hof bietet bei ausländischen Hochschulen Studienmöglichkeiten im Rahmen des Kooperationsprogramms für mindestens drei Monate an. Die Bewerber müssen vorher ein internes Auswahlverfahren durchlaufen und dabei gute englische Sprachkenntnisse vorweisen. Darüber hinaus werden im Erasmus-Programm Sprachkurse in den weniger gebräuchlichen Sprachen angeboten. Voraussetzung einer Studierendenmobilität ist der Abschluss eines "Learning Agreements".
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