Michaelimarkt in Pressath
Viel Rummel und Jubiläen

Mit dem Ladenlokal beim Netto-Markt erfüllte sich für Floristin Heidi Roll buchstäblich ein Traum. Zur Gründung des "Blumenstüberls" vor 20 Jahren beglückwünschten sie Gewerberingvorsitzender Martin Pepiuk und Bürgermeister Werner Walberer (von rechts). Bild: bjp
Freizeit
Pressath
19.10.2016
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Ob's am guten Wetter lag oder am Angebot der Fieranten - die Pressather strömten zum Michaelimarkt. Doch nicht nur das: Gründe zum Feiern gab es viele.

Blumen brauchte man ihr zum Jubiläum nicht zu schenken: Am Michaelimarktsonntag feierte Heidi Roll den 20. Gründungstag ihres "Blumenstüberls". Eine größere Gratulantengemeinde hätte sie sich nicht wünschen können, denn bei Sonnenschein und 20 Grad herrschte "Belagerungszustand" in der Bahnhofstraße.

Besetzte Parkplätze


"Am 16. Oktober 1996 hat alles angefangen", erinnerte sich die Geschäftsfrau, der auch Bürgermeister Werner Walberer und Gewerberingvorsitzender Martin Pepiuk alles Gute wünschten. Auf das erste Ladenlokal im Nüblerhaus folgte nach zwei Jahren der Umzug ins heutige Domizil. "Damit hat sich ein Traum erfüllt", verriet die "Blumenheidi" - das war wörtlich gemeint: "Es klingt verrückt, aber ich hatte geträumt, dass dieses Haus ausgeräumt würde - und tatsächlich erzählte mir mein Mann tags darauf, er hätte dort Aufräumarbeiten beobachtet." Umgehend setzte sich die Floristin mit dem Eigentümer in Verbindung. Anfang November 1998 zog das "Blumenstüberl" in die Bahnhofstraße 23.

Grund zum Feiern hatten auch die Brüder Carsten und Christian Floth, deren Ergo- und Physiotherapiepraxis im alten Postamt seit zehn Jahren Massagen und Krankengymnastik sowie Entwicklungs- und Sozialtherapie für Kinder anbietet. 15 Mitarbeiter zählt die am 2. Oktober 2006 eröffnete Praxis, die Zweigstellen in Kemnath und Parkstein unterhält und mit zwei Logopädiepraxen kooperiert.

Auch bei den anderen Geschäften, von denen viele mit Sonderangeboten und Rabatten lockten, ging es am warmen Marktsonntag heiß her. Beim Pressather Einkaufszentrum (PEZ) galt schon kurz nach Mittag das abgewandelte baden-württembergische Motto "Wir haben alles außer Parkplätzen", und in den Autohäusern des Gewerbegebiets frönten viele Besucher ihren Träumen auf vier Rädern. Eifrig gestöbert wurde ebenfalls bei den Flohmarktständen auf dem Rewe-Parkplatz und bei den "Nachwuchs-Tandlern" vom Kinderflohmarkt am Bändel.

Gäste aus Sachsen


Neugierige Blicke zogen vor allem die über 20 Marktstände längs der Bahnhofstraße auf sich, die mit einem bunten Angebot von Adventskranz und Apfelgelee bis zu Zipfelmütze und Zuckerwatte aufwarteten. Freilich weckte der Besucherandrang bei manchen Fieranten Hoffnungen, die sich nicht ganz erfüllten. "Viele Marktgänger sind nur Lauf-, aber keine Kaufkundschaft", bedauerte ein Standbetreiber. Umso zufriedener waren die Pressather Feuerwehr und die Rotkreuz- und Wasserwachtgruppen mit der Resonanz auf ihren "Blaulichttag" anlässlich des 145. Gründungstags (wir berichteten).

Publikumsmagneten waren das Feuerwehrhaus und die Einsatzfahrzeuge, ein gruseliges Vergnügen für die Kinder bot das Schminken realistisch aussehender "Wunden". Aus dem Erzgebirge war eine Abordnung der befreundeten Feuerwehr Schlettau "angerückt". Nicht zuletzt warf die Bundestagswahl schon ihre Schatten voraus: Mit einem Informationsstand bei der Professor-Dietl-Anlage stellte sich der vor anderthalb Jahren gegründete Bayernpartei-Kreisverband Oberpfalz-Nord vor und warb um Unterstützungsunterschriften für Wahlkreis-Direktkandidatin Petra Ringelmann.
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