Vortrag von Kathrin Karban-Völkl
Für das Selbstverständliche danken

Sinnreiche und wertvolle Denkanstöße gab es von Diplom-Religionspädagogin Kathrin Karban-Völkl (links). Schriftführerin Christine Pfeiffer überreichte der Referentin einen kleinen Blumengruß. Bild: mng
Freizeit
Pressath
26.04.2016
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"Welchem Menschen sind Sie heute morgen als erstes begegnet?", fragte Kathrin Karban-Völkl in die Runde und zog damit die Aufmerksamkeit auf sich. "Natürlich uns selbst im Badezimmerspiegel. Und Sie haben alle ein Lächeln gezeigt?" Die zunächst etwas nachdenklichen Gesichter hellten sich rasch auf, als die Referentin ein Lied mit dem Titel "Hast Du heute schon gelacht?" anstimmte und zum Mitsingen anregte. Eingeladen zum Vortrag "Die Kunst des Augenblicks" hatte der Katholische Frauenbund Pressath. Rund 30 Besucher waren ins Kolpingheim gekommen.

Gespannt lauschten die Gäste den Geschichten aus Karban-Völkls eigenem Leben. Dabei gab sie ihnen eine vermutlich nicht ganz neue, aber bei vielen in Vergessenheit geratene Sicht der Dinge. Man verlerne Danke zu sagen für das Selbstverständliche. Aber auch für negative Dinge solle man dankbar sein. "Wenn es draußen regnet, dann ärgern wir uns. Wir können es aber nicht ändern", stellte sie fest. Immer wieder verdeutlichte die Referentin, dass es stets zwei Sichtweisen gebe - getreu dem Spruch: Das Glas ist halbvoll oder halbleer. "Kinder lernen uns, die Welt mit anderen Augen zu sehen, und uns, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren." Es gebe jeden Tag einen Grund, dankbar zu sein. Gerade die kleinen Dinge des Alltags seien es wert, sich darüber zu freuen. "Im Ärgern sind wir immer ganz schnell. Aber vielleicht schaffen wir es einmal, die Dinge positiver zu sehen."

Das Leben fordere auf, stets neue Entscheidungen zu treffen. "Irgendwann erreichst du den Berggipfel und weißt, dich richtig entschieden zu haben." Gute Laune mitzubringen sei enorm wichtig. "Wenn Sie beispielsweise im Supermarkt einen Schweizer Käse kaufen und sehen mehr Löcher als Käse, dann stellen Sie sich schon die Frage: Ist es ein Käse oder sind es nur viele Löcher?" Ihre Aufforderung: "Lache oft und laut, lache über dich selbst und bringe andere ebenfalls zum Lachen. Hör auf, dir Sorgen zu machen und genieße den Käse neben den Löchern."

Abschließend bedankte sich Schriftführerin Christine Pfeiffer bei Kathrin Karban-Völkl im Namen des Katholischen Frauenbundes mit einem kleinen Blumengruß.
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