25-jährige Frau wird in Pressath niedergestochen
Bluttat trifft ganz Pressath

Kultur
Pressath
26.05.2015
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Eine Stadt unter Schock. Mitten im beschaulichen Pressath finden Anwohner eine junge Frau auf dem Gehweg, brutal niedergestochen. Die Nachricht löste am Samstag Bestürzung aus. Und alle Details, die seither bekannt wurden, lassen die noch anwachsen.

(wüw/spi/is) Ein Mann untersucht mit seinen Fingern einen Kanaldeckel, seine Hände stecken in blauen Handschuhen, ein Polizist leuchtet ihm mit einer Taschenlampe - und auf der anderen Straßenseite bringt eine junge Familie die Wochenendeinkäufe heim, drei Mountainbiker treffen sich am Fuß des Stadtbergs zur Ausfahrt. Wo die Kreisstraße fünf in Pressath auf die Bachstraße trifft, prallen am Samstagmorgen Kleinstadtidylle und Szenen wie aus einen Samstagabend-Krimi aufeinander.

Normalerweise lässt sich die Polizei ungern bei ihrer Arbeit zusehen. Diesmal kann sie es nicht verhindern, der Tatort liegt auf einer der wichtigsten Zufahrtsstraßen. Wer aus Richtung West und Süd nach Pressath will, fährt über die Bachstraße. Kurz bevor diese die Hauptstraße am Stadtberg trifft, hat sich in der Nacht zum Samstag Unvorstellbares (Seite 3) abgespielt. Die Polizeibeamten haben die Straße auf einer Länge von rund 30 Metern gesperrt. Uniformierte Beamte aus Weiden, Eschenbach und Kemnath schirmen die unmittelbare Umgebung des Tatorts ab, damit die Spezialisten der Kriminalpolizei Weiden die Spuren sichern können.

Aus diesen Spuren zeichnen die Spezialisten ein grauenhaftes Bild: Die 25-Jährige war ein Zufallsopfer. Der Täter brach ihre Wohnungstür im ersten Stock ein, nachdem ein Einbruch in der Metzgereifiliale im Erdgeschoss ihm nichts Brauchbares brachte. In der Wohnung schlägt und sticht der Mann auf sein Opfer ein. Die Frau war erst vor einigen Wochen aus dem Landkreis Tirschenreuth nach Pressath gezogen.

Die Frau kommt zunächst nach Weiden ins Klinikum und dann zur Notoperation in ein Krankenhaus in Regensburg. Inzwischen geht es ihr etwas besser, Lebensgefahr besteht nicht mehr. Der Schock in Pressath aber bleibt und wohl nicht nur hier. Jeder hätte das Opfer sein können.
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