Ausstellung mit Luftbildern
Pressath von oben

Wie war das damals? Die Luftbilder aus jüngeren Jahren fesselten die Besucher lange. Bild: bod
Kultur
Pressath
18.06.2016
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Lag es an der Witterung oder am Ausstellungsthema? Der Heimatpflegebund war auf jeden Fall begeistert vom Besucherandrang im Heimatmuseum. Barbara Zankl hatte die Bildwände vor allem mit Luftaufnahmen aus dem Jahr 1958 gestaltet. "Pressath aus der Vogelperspektive" lautete der Titel der Schau.

Zehn Ausstellungswände zeigten Luftbilder der Stadt Pressath sowie der Dörfer Riggau, Eichelberg, Altendorf, Dießfurt, Troschelhammer, Zintlhammer und Weihersberg. Satellitenbilder und Luftbilder jüngeren Datums ergänzten die Ausstellung. Barbara Zankl hatte auch von Privatpersonen aus den Dörfern viele Aufnahmen zur Verfügung gestellt bekommen.

Die gestochen scharfen Aufnahmen zeigen eine Landschaft, die sich in den letzten 60 Jahren grundlegend verändert hat. Noch sind die bäuerlichen Strukturen in den Dörfern Ton angebend, die Flur geprägt von kleinen Äckern und Wiesen mit Feldrainen und Hecken. Weder Aussiedlerhöfe noch Neubaugebiete stören die Optik der "guten alten Zeit".

Auch die Stadt ist bis auf die Bahnhofstraße, den Steinbühl und die Baumgartensiedlung kaum über die einst von einer Mauer umgebenen historische Altstadt hinausgewachsen. Wo heute das Altenheim St. Josef das Ortsbild prägt, präsentieren sich stolze Bürgerhäuser, allen voran der Kronenwirt Schwärzer, ein geschlossener Vierseithof mit Torzufahrt zur Hauptstraße. Heute erinnert noch der ehemalige Gasthof "Grüner Kranz" an ein Stadtviertel, das dem Altenheim weichen musste. In den Gesprächen tauschten sich die über hundert Besucher über die verschwundene Idylle aus. Auch viele junge Leute waren gekommen.
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