Konzert in Pressath
Frühling musikalisch begrüßt

Vier der Wirtshaussänger sorgten mit ihren selbstgebastelten "Holzinstrumenten" für Rhythmus. Bild: is
Kultur
Pressath
20.04.2016
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"Mit Musik und Gesang kommt der Frühling in den Gang", lautete am Samstag das Motto einer Veranstaltung, zu der Stadt, Seniorenbeauftragter Albert Butscher und Heimatpflegebund eingeladen hatten. Der Wahlspruch fand das ungeteilte Interesse zahlreicher Besucher.

Die Moderation des Abends übernahm in gewohnt lockerer und kurzweiliger Art zweiter Bürgermeister Max Schwärzer. Er wies darauf hin, dass es kein Abend mit strengen Vorlagen bezüglich der Sangeskunst sein solle, eher ein gemütliches Beisammensein im traditionellen Stil, bei dem sich viele einbringen können. Das abwechslungsreiche Programm eröffnete der Kinderkirchenchor unter Leitung von Conny Träger. Unterstützt wurde sie von Kerstin und Gerlinde Farmbauer und den "zwoa Pressathern".

Publikum singt mit


Mit dem Lied "Wenn man tut was Gott gefällt, wird es besser auf der Welt", war der Einstieg in das Programm zwar etwas besinnlich, ging dann aber temperamentvoll mit "Hey Pippi Langstrumpf" und dem Schlager "Anton aus Tirol" richtig zur Sache. Mit ihrer Zugabe "So a schöner Tag" zeigten die jungen lebhaften Künstler allen gleich, wo es an diesem Abend langging. Die Wirtshaussänger unter der neuen Leitung von Sophia und Sandro Weber zeigten, dass Laiengesang großen Spaß machen kann. "Nimm dir Zeit", das "Rennsteiglied" oder der alte Schlager "Tanze mit mir in den Morgen" regten die Besucher zum Mitsingen an. "Da ist Schwung dahinter", meinte ein begeisterter Zuhörer auch zu den lockeren Sprüchen des Moderators Max Schwärzer.

"Di zwoa Pressather" (Sophia und Sandro Weber) bewiesen einmal mehr, dass ihnen Musik im Blut liegt. Während der Umbauphasen auf der Bühne verstanden es die beiden hervorragend, das Publikum mit Oldies und auch neuen Schlagern aus ihrem unerschöpflichen Repertoire zu unterhalten. Die Aussage im Lied "Aus Böhmen kommt die Musik", dass der Mensch Musik und Gesang braucht, und das ein Leben lang, unterstrichen dann nochmals die Wirtshaussänger, die mit der "Herz-Schmerz-Polka" und den "Capri Fischern" wieder voll und ganz den Geschmack der Besucher trafen. Mit den selbst gefertigten "Holzinstrumenten" genannt "Brrrd'a" sorgten vier Chormitglieder selbst für den richtigen Rhythmus.

In der Zwischenzeit hatte sich die Gruppe "Pressath mit Musik" auf der Bühne positioniert. Geleitet von Dr. Georg Schmidt haben sich die sechs Musiker der traditionellen Volksmusik verschrieben. Schmidt, Erin Steinbrückner (mit Gipsfuß) und Bernhard Scharf spielen Konzertina, Hannes Oberndorfer und Manfred Fischer Gitarre und Inge Schmidt Kontrabass. Was diese sechs Musiker ablieferten, war große Musik in Vollendung. Da waren "Zwiefache" ebenso angesagt wie "Irish Folk" oder bodenständige "Landler".

Die gesanglichen Leistungen wurden noch getoppt von Max Schwärzer als Solist, der das Lied "Du houst ja an Rausch im Gsicht" zum Besten gab. Spontan gesellte sich Edwin Diepold mit seinem Saxofon zum Sextett und stimmte in manches Lied ein. Aufgelockert wurden die Musikdarbietungen von Anekdoten, die Schmidt zum Besten gab. Dazu passten noch die Musikstücke mit den Titeln "Alles bloß kein Wasser" oder das Stück "Dunnawetta Maicharet" oder "As Kunnala".

Den Schlusspunkt setzten Bruno Murr mit einem Gedicht über eine besondere Predigt und das stimmungsvolle "Sierra Madre" der Wirtshaussänger. Dabei gingen im abgedunkelten Pfarrsaal die Feuerzeuge an, viele Gäste stimmten ein. Die Spenden, die zum Ende des Konzerts in die aufgestellten Körbchen gelegt wurden, kommen caritativen Zwecken zu Gute.

Viele Ehrengäste


Pressaths Ehrenbürger und Seniorenbeauftragter Albert Butscher freute sich, dass auch Bürgermeister Werner Walberer, Stadtpfarrer Edmund Prechtl und Altbürgermeister Anton Gareis unter den Besuchern waren. Einen Gruß entbot er der Gründerin des Wirtshaussingens Vroni Spitaler und dem musikalischen Urgestein Edwin Diepold. Einen besonderen Dank richtete er an die Mitglieder der Pfarrjugend und des Heimatpflegebunds für ihren Dienst vor und hinter der Theke. Weiter lobte er Anni und Günther Treffert für deren Frühlingsdekoration. Walberer dankte Organisator Butscher. Er betonte, dass die Belange der älteren Generation beim Ehrenbürger sehr gut aufgehoben seien.
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