Quartett setzt sich mit Humor mit Tod auseinander
Sterben leicht gemacht

Bernhard Helmstreit (von links), Monika Helmstreit, Isolde Baldauf und Karin Thaller finden das Leben "Zum Sterben schön". Bild: flf
Kultur
Pressath
23.02.2016
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Passen Kabarett und Sterben zusammen? Diese Frage stellte Monika Helmstreit dem Publikum im Pressather DJK-Heim. Die Antwort: Ja! Und das stellten die vier Künstler Monika und Bernhard Helmstreit, Isolde Baldauf und Karin Thaller gekonnt unter Beweis.

Sie berichteten über das Leben einer Fernsehleiche, die lieber mal die Kommissarin oder Mörderin spielen möchte. Lustig wurde es beim Leichenschmaus nach der Beerdigung von Hans-Günter. Zur Melodie von "Living next door to Alice" wunderte sich die Witwe, dass der soeben noch gesprächige Ehemann plötzlich reglos im Wohnzimmer lag. Dabei hat er die von ihm selbstgesammelten Pilze als Mittagessen verspeist. Sie schwört: Ich koch nie wieder Pilze.

Die Gäste erfuhren, wie viele Lieder und Filmtitel doch zu diesem Thema passen und davon handeln, wie Stirb langsam 2 oder Wer früher stirbt ist länger tot. Kein Tag ohne Krimi und Fernsehleiche im TV. Auch einige Musiktitel wurden themengerecht umgestaltet. Aus "Lean on me" wurde "Lehm auf mich". Nebenbei noch ein todsicherer Tipp für all jene, die nicht sterben möchten: Den bekannten Song "Knocking' on Heaven's Door" schrieben sie um zu "Nackt an der Himmeltür". Denn wer mit dreckigen Füßen bei Petrus an die Himmelspforte kommt, den lässt er nicht rein.

Mancher Besucher war erstaunt, wie viel es über Tod und Sterben zu sagen und singen gibt. Beim Lied: "Das Leben ist kurz, also lach und tanz'. Weil du dich, wenn du tot bist, noch ausruhen kannst", stimmte das Publikum lautstark mit ein. Nach zwei Zugaben verabschiedete sich das Quartett vom begeisterten Pressather Publikum.
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