Weihnachtskonzert der Chorgemeinschaft St. Georg

Die Sänger der Chorgemeinschaft St. Georg Pressath unter Leitung von Richard Waldmann gaben ein grandioses Weihnachtskonzert in der Stadtpfarrkirche St. Georg. Bilder: is (2)
Kultur
Pressath
30.12.2015
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Die Chorgemeinschaft St. Georg zauberte mit einem grandiosen Konzert Weihnachtsstimmung in die Stadtpfarrkirche. Um die Hektik in der "staaden Zeit" aufzufangen, hatten die Musiker Schmankerl im Gepäck.

Das Weihnachtskonzert der Chorgemeinschaft St. Georg ist aus der Zeit um den Heiligen Abend nicht mehr wegzudenken. Regelmäßig zu den Weihnachtstagen ziehen die Sänger unter Leitung von Richard Waldmann die Zuhörer in ihren Bann und entführen sie aus der "hektischen" Zeit in besinnliche Gefilde. Heuer ging das Konzert zum ersten Mal drei Tage nach dem Heiligen Abend über die Bühne. Das war aber der festlichen Stimmung keineswegs abträglich. Der Chor setzte dazu in der wunderschön geschmückten und voll besetzten Kirche besondere Akzente. Stadtpfarrer Edmund Prechtl wies darauf hin, dass es vor allem die weihnachtliche Musik verstehe, die Menschwerdung Gottes auszudrücken.

Zu Beginn stellten sich die rund 50 Sänger seitlich der Kirchenbänke auf und stimmten das traditionelle "Stille Nacht, heilige Nacht" in einer besonderen Bearbeitung von Chorleiter Richard Waldmann sowie die "Heilige Nacht" von Johann Friedrich Reichardt an. Erst danach zogen sie in einer Prozession zum hell erleuchteten Altarbereich. Dieser Marsch war dann auch schon der erste Teil der "Ceremony of Carols" von Benjamin Britten.

Das Werk des englischen Komponisten besteht aus acht Weihnachtsliedern und einem Zwischenspiel für Harfe. Der Inhalt der Lieder ist angelehnt an Texte aus dem Mittelalter. Im sechsten Titel des Werkes "This Little Babe" verwandelte Britten Althergebrachtes in der Musik in Aktuelles und Neues: Durch das schnelle nacheinander Einsetzen der Stimmen wird die natürliche Akustik verstärkt und eine besondere musikalisch-dramatische Wirkung erzielt.

Im Mittelpunkt des Werks steht das "Interlude" für Harfe - eines der ältesten Musikinstrumente der Welt, das bereits vor rund 3000 Jahren in Ägypten gespielt wurde. Solistin Barbara Eckmüller verstand es hervorragend, die weihnachtliche Stimmung des Werks zu unterstützen und zu vertiefen.

Mit dem eindrucksvollen "Recession" ("Heute ist Christus geboren, der Erlöser erschienen") leitete der Chor zum zweiten Teil des Konzerts über. Auf die Frage "Was wäre, wenn das Christkind 2000 Jahre später gekommen wäre? Müsste es dann auch vor den geschlossenen Toren der Stadt stehen bleiben?" lautete die Antwort: "Na, eitz gibt's ja in jeder Stod a Asylantenheim."

Mit bekannten Weihnachtsliedern - wie "Es ist ein Ros entsprungen", "Inmitten der Nacht", "Kommet ihr Hirten" und "Vom Himmel hoch" - trug das Weihnachtskonzert zu einem harmonischen Ausklang der Festtage bei.

Am Ende des wunderbaren Konzerts setzte ein langanhaltender Beifallssturm ein. Neben den Chormitgliedern und dem Dirigenten Richard Waldmann standen die Solisten Barbara Eckmüller (Harfe), Uschi Steppert, Karin Waldmann und Katrin Filbinger (Gesang) im Mittelpunkt. Der Chor bedankte sich mit einem stimmungsvollen "Adeste fideles" als Zugabe.
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