14-Jährige außer Lebensgefahr

Dem schnellen Handeln der Helfer ist es wohl zu verdanken, dass es beim Unfall zwischen Altendorf und Pressath "nur" Verletzte gab. Bild: xri
Lokales
Pressath
01.09.2015
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Ein betrunkener 20-jähriger Unfallfahrer, zwei schwerstverletzte minderjährige Mädchen: In der Nacht zum Sonntag lief auf der Straße von Altendorf nach Pressath alles schief. Besonders schlimm sind die Unfallfolgen wohl für die Eltern - auch wenn gegen sie nicht ermittelt wird.

(wüw) Eine gute Nachricht hatte Werner Stopfer: "Das Mädchen ist außer Lebensgefahr." Sonst wusste der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Eschenbach am Montag wenig Erfreuliches zum schweren Unfall von der Nacht zum Sonntag zu berichten.

Keine Kontrolle mehr

Gegen 2.20 Uhr hatte ein betrunkener 20-Jähriger in einer Linkskurve der Kreisstraße von Altendorf nach Pressath die Kontrolle über seinen Seat verloren. Das Auto war daraufhin von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Alle vier Insassen verletzten sich schwer. "Bisher konnten wir keinen von ihnen zum Unfall befragen", erklärte Stopfer. Bekannt war bereits, dass eine der Verletzten 13 Jahre alt ist. Am Montag bestätigte Stopfer, dass die lebensgefährlich Verletzte nur ein Jahr älter ist. Der Rettungshubschrauber musste sie ins Klinikum Nürnberg-Süd bringen. Dort liegt das Mädchen mit schweren Kopfverletzungen, ihr Zustand sei inzwischen aber stabil, es bestehe keine Lebensgefahr mehr.

Schweigepflicht

In welchem Verhältnis die Mädchen aus Pegnitz zu den 20-jährigen Männern aus dem westlichen Landkreis Neustadt/WN stehen und weshalb sie zu ihnen ins Auto stiegen, obwohl der Fahrer betrunken war, konnte Stopfer nicht sagen. Auch zum Promillewert des Fahrers wollte er sich nicht äußern. Zum einen wisse die Polizei den exakten Wert selbst noch nicht, weil das Ergebnis der Blutprobe noch nicht vorliegt. "Und wenn ich ihn wüsste, dürfte ich den Wert nicht nennen, weil er Gegenstand einer laufenden Ermittlung ist", erklärt Stopfer. Bei diesen Ermittlungen wollen die Beamten auch klären, woher die vier kamen und wohin sie wollten. Auch dazu gebe es bislang nur Spekulationen. Nicht ermittelt werde gegen die Eltern der Mädchen. Diese haben als Erziehungsberechtigte die Aufsichtspflicht für ihre Kinder. "Derzeit spricht nichts dafür, dass sie diese verletzt haben." Stopfer warnte davor, die Eltern vorzuverurteilen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Teenager nicht an die Absprachen mit den Eltern halten, länger wegbleiben und mit anderen Bekannten unterwegs sind als mit den Eltern abgesprochen. Sollten sich bei den Ermittlungen weitere Hinweise auf eine Fehlverhalten ergeben, wäre ein Hinweis ans Jugendamt oder weitere Ermittlungen gegen die Eltern möglich.
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