Altstadt für Hochwasser gerüstet

Lokales
Pressath
06.11.2015
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Was lange währt, wird doch noch gut: Bei der Bürgerversammlung informierte Bürgermeister Werner Walberer, dass die stark verlandete Haidenaab zwischen den Bahnbrücken bis Ende November ausgebaggert werde.

Bei einem Ortstermin mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamts und der Flussbaumeisterei machte er sich selbst ein Bild von der Situation. "Diese Maßnahme ist überfällig. Wenn nicht endlich etwas geschieht, säuft unsere Altstadt beim nächsten Hochwasser ab."

Im kommenden Frühjahr solle das Rathaus seinen barrierefreien Zugang und eine behindertengerechte Toilette erhalten, betonte Walberer. Die Stadt rechne damit, dass der Förderbescheid der Oberpfälzer Regierung demnächst eintreffen werde. Die voraussichtlichen Kosten für den zweiten Abschnitt der Rathausmodernisierung bezifferte das Stadtoberhaupt auf 145 000 Euro. Für 100 000 Euro habe man in diesem Jahr bereits das Erdgeschoss "heller und freundlicher" gestaltet. Je ein "Hot Spot" (kostenfreier drahtloser Internetzugang) in Rathaus und Bücherei rundeten das Serviceangebot ab.

Walberer verneint Gerüchte

So bald wie möglich wolle die Stadt dafür sorgen, dass das Haus der Vereine nach Beseitigung der vom Landratsamt monierten "eklatanten Sicherheitsmängel" wieder genutzt werden könne, versprach Werner Walberer. Nur ein Kopfschütteln hatte er für das Gerücht übrig, die Stadt habe das Vereinshaus geschlossen, um daraus eine Flüchtlingsunterkunft zu machen: "Derartiges hat niemand erwogen." Nach einem Gespräch mit Städteplaner Klaus Stiefler werde der Stadtrat in der Sitzung am 12. November das Ausschreibungsverfahren für die Brandschutzsanierung auf den Weg bringen.

Sorgen bereite dem Rathauschef der Unterhalt des 70 Kilometer umfassenden Gemeindestraßennetzes: "Dies erfordert gewaltige Anstrengungen. Die Zuweisungen von staatlicher Seite fallen jedoch immer geringer aus. Daher wird man sich mehr und mehr mit Ausbesserungen behelfen müssen." Immerhin seien in den zurückliegenden Monaten Straßen in der östlichen Altstadt erneuert, Kahrmühlweg und Bändelstraße neu asphaltiert, Bordsteine in der Bahnhofstraße ausgewechselt und diverse weitere Ausbesserungen vorgenommen worden.

Saniert habe man die Regenrückhaltebecken in der Ebene und in Döllnitz. Im August habe die Stadt den Zuschussantrag für den zweiten Bauabschnitt der Winterleitenstraße zwischen Kapellenweg und Hausnummer 28 eingereicht, 2016 solle der Förderantrag für die Bauarbeiten an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Pfaffenreuth und der Kreisstraße NEW 25 gestellt werden.

Nicht zu entbehren seien die Straßenausbaubeiträge, zu deren Erhebung die Kommunen auch per Gesetz gehalten seien. Immerhin, so Walberer, diskutiere der Gesetzgeber über Alternativlösungen, doch würden sich diese Beratungen noch geraume Zeit hinziehen.

Der Bauhof erhielt ein neues Winterdienstfahrzeug: "Das war nötig, weil das alte Fahrzeug gemäß einer neuen Vorschrift stets von zwei Fahrern hätte bedient werden müssen. Für das jetzige Gerät genügt ein Fahrer, das Altfahrzeug wurde in Zahlung gegeben."
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