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Lokales
Pressath
27.06.2015
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In fast jedem Ort im Landkreis Neustadt ist eine Freiwillige Feuerwehr beheimatet - zum Erstaunen der Besucher aus der Partnergemeinde Hortobagy. In ihrer ungarischen Heimat müssen die Wehren im Brandfall zum Teil große Strecken zurücklegen.

Mit dem deutschen Feuerwehrwesen vertraut machten sich die Lehrkräfte der "Sandor Petöfi Iskola" aus der Partnergemeinde Hortobagy. Unter der Leitung von Feuerwehrkommandanten Andreas Kneidl wurden das neu renovierte Gerätehaus und die feuerwehrtechnische Ausrüstung in Augenschein genommen. Kneidl wies darauf hin, dass momentan 58 Männer und Frauen aktiven Dienst bei der Wehr leisten. Dazu kämen sechs Mädchen und 14 Jungen, die in der Jugendfeuerwehr ausgebildet werden. Zu ihren Aufgaben zählen der abwehrende Brandschutz und die zahlreichen Hilfeleistungen, wie beispielsweise bei Autounfällen, Unfällen mit Gefahrstoffen oder bei Hochwasser.

Kurz ging der Kommandant auf das deutsche System der Feuerwehren ein. "In fast jedem Ort gibt es eine Freiwillige Feuerwehr, die in der Regel gut ausgerüstet ist." Die Pressather Wehr müsse im Durchschnitt 100 Mal pro Jahr zu Einsätzen ausrücken. Auf die Gerätschaften eingehend führte er die Delegation durch die Hallen des Gerätehauses. Dort sind fünf Fahrzeuge untergebracht. Neben einem LF (Löschfahrzeug) 16/12 verfügt die Wehr über ein TLF (Tanklöschfahrzeug) 16/25, einen Versorgungswagen, ein Mehrzweckfahrzeug (MZF) und einen Mannschaftstransportwagen (MTW). Ausführlich ging Kneidl auf die Entstehung des Gerätehauses ein, das im Jahr 1991 gebaut wurde.

Angetan waren die ungarischen Gäste vom Fleiß der Feuerwehrmänner, die während der Besichtigung "technischen Dienst" an den Fahrzeugen und an den Atemschutzgeräten leisteten. Abschließend stellten die Besucher heraus, dass das Feuerlöschwesen in ihrer Heimat wesentlich anders organisiert ist. So müsse im Falle eines Brandes in der Gemeinde Hortobagy die Feuerwehr aus dem rund 35 Kilometer entfernten Debrecen oder Tisafüred anfahren, um zu löschen.
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