Bank für Seniorenhilfe

Pressaths Seniorenbeauftragter Albert Butscher (rechts) hatte die Gesprächsrunde einbestellt. Für die Vertreter der Seniorenarbeit in der Stadt hatte er viel Neues zu berichten. Bild: xs
Lokales
Pressath
10.10.2015
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Die Pläne für eine Seniorengemeinschaft im Vierstädtedreieck werden konkreter. Pressaths Seniorenbeauftragter stelle sie bei einem Treffen vor: Die Gemeinschaft soll arbeiten, wie eine Bank für Hilfestellungen.

Die demografische Entwicklung und die mit ihr verbundenen Herausforderungen: Sie waren Thema eines Gipfeltreffens der Stadt. Seniorenbeauftragter Albert Butscher stellte Pläne für die Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand" vor. Dabei kamen Vertreter des Altenwerkes, des Altenheimes, der AWO, der Caritas, des BRK, der Krankenpflegestationen und Fahrdienste, des VdK, der KAB-Senioren und zweiter Bürgermeister Max Schwärzer im Dostlerhaus zusammen. Es ging um Erfahrungen und Probleme in der alltäglichen Arbeit.

Träger der Seniorengemeinschaft soll ein gemeinnütziger Verein werden. Ziel der Gemeinschaft ist unkomplizierte Hilfe für ältere und hilfsbedürftige Menschen. Die Menschen in der Region sollen lange selbstständig bleiben und zu Hause wohnen können.

Die Seniorengemeinschaft biete eine Reihe Möglichkeiten: Hilfe bei Einkäufen, Behördengänge, Fahrdienste, Begleitungen zu Frisör, Krankengymnastik, oder bei Spaziergängen. Nicht geplant seien dagegen regelmäßige Putzdienste. Allerdings seien auch hier Hilfestellungen bei vorübergehenden Erkrankungen möglich. Seniorenbeauftragter Albert Butscher stellte das Konzept vor:

Die Gemeinschaft soll als Netzwerk funktionieren: Mitglied kann jeder Einwohner ab 14 Jahre sein. Dafür ist ein Beitrag fällig. Für die Dienstleistung zahlt der Empfänger pro Stunde acht Euro. Davon erhält der Helfer sechs. Zwei nimmt der Verein für Verwaltung und Betrieb (Versicherungen etc.). Es bestehe aber auch die Möglichkeit zum Ansparen des erarbeiteten Guthabens, um es später in Hilfe einzutauschen. "Gegenseitige Hilfe: Das ist der richtige Ansatz, Senioren eine gute Zukunft zu geben", meinte Albert Butscher. Über Familienbande hinweg soll die Solidarität der Generationen durch gegenseitiges Geben und Nehmen, Schenken und Tauschen, Vergüten und Ansparen pflegen und fördern. Auf Dauer könne der Zusammenhalt der Gesellschaft nur gesichert werden, wenn die Menschen über Generationen hinweg die Sicherheit haben, dass sie sich auf einander verlassen können.

Die Konzeption fand allgemeine Zustimmung, auch wenn Details noch zu klären sind, wie die Diskussion zeigte.
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