Bernd Wohlgut referiert über Verhältnisse und Entwicklungen in Ostafrika
Äthiopien in 90 Minuten

Bernd Wohlgut referierte im DJK-Sportheim über seine Afrika-Erfahrungen. Bild: nn
Lokales
Pressath
31.10.2014
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Das "Horn von Afrika" stellte Bernd Wohlgut beim Vortag im DJK-Sportheim in den Mittelpunkt. DJK und Kolping hatten den Pressather Autodidakten eingeladen, um sein neues Buch über Äthiopien vorzustellen.

Rund 30 Besucher erfuhren von Wohlgut, dass in Äthiopien der Ursprung der Menschheit und des Kaffees liege. Äthiopien war eines der ersten christlichen Länder. Wohlgut präsentierte Bilder von tausend Jahre alten Klöster, vor allem aber von herb-schöner Landschaft.

Er berichtete von Landraub, Armut und Hunger, sparte aber auch die Zeichen von Fortschritt und Entwicklung nicht aus auf die er auf seiner Reise häufig stieß. China schätze Äthiopien wegen seiner günstigen Arbeitskräfte. Bei einer China-Reise habe er erfahren, dass chinesische Fabrikarbeiter heute oft von äthiopischen ersetzt werden, weil die nur 50 statt 150 Dollar verdienen. Deshalb finden sich in Äthiopien heute viele chinesische Fabriken, die für Europa produzieren.

Probleme bereiten islamische Prediger aus Saudi-Arabien, die religiöse Spannungen schüren. Wohlgut zeigte die Folgen von Staudammprojekten, am Blauen Nil auf. Weil die Bevölkerung Ostafrikas schnell wächst, werde Wasser knapp. Einen Schwerpunkt setzte Wohlgut beim Nachbarland Somalia. Dort finden sich Kämpfer aus Afghanistan und Pakistan unter muslimischen Extremisten.

90 Minuten dauerte die Afrika-Reise. Dabei fand Wohlgut Zeit, Afghanistan und China zu streifen - und kam am Ende sicher zurück.
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