Bestrickend und offen

Eine hübsche und kuschelig warme Flickendecke gehört zu den ersten vollendeten Werken des Strickkreises St. Josef, der sich jeden Mittwoch ab 13 Uhr im Pressather Seniorenheim trifft. Links im Vordergrund Heimleiterin Christine Tschauner. Bild: bjp
Lokales
Pressath
27.11.2015
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Zwei rechts, zwei links, eins fallen lassen: Stricken liegt wieder im Trend. Entsprechend beliebt ist der "Strickkreis Sankt Josef", der sich am Mittwoch zum dritten Mal im Seniorenheim traf, nach dessen Patron er sich auch benannt hat.

"Bei uns sind Jung und Alt, Frauen und Männer willkommen, jeder kann sich ohne Anmeldung und Verpflichtung zu uns gesellen, und die Freude an der Gemeinschaft und am miteinander gepflegten Hobby steht im Vordergrund", umreißt Heimleiterin Christine Tschauner das Anliegen des Zirkels. Die Initiative sei von einigen Pressatherinnen ausgegangen, die bei Stadtpfarrer Edmund Prechtl angeregt hätten, eine Gruppe nach dem Vorbild des Speinsharter Strickkreises Süßenweiher zu gründen.

"Unser Pfarrer war von der Idee gleich angetan und hat sich mit mir kurzgeschlossen, um den Kreis als Ort der Begegnung zwischen Heimbewohnern und Teilnehmern 'von außerhalb', aber auch zwischen den Generationen ins Leben zu rufen", blickt Tschauner zurück: "Was uns vorschwebte, war eine Art Hutzanachmittag mit Stricken."

Die mit flinken Fingern gearbeiteten Mützen, Handschuhe, Socken, Schals, Pullover und Decken seien primär für Bedürftige, vor allem Kinder in ärmeren Weltgegenden bestimmt: "Wir wollen unsere bestrickenden Handarbeiten beim Christkindlmarkt verkaufen und den Erlös für einen guten Zweck spenden, den wir mit dem Missionsausschuss unseres Pfarrgemeinderats absprechen werden."

Auch Stricksachen, die nicht verkauft würden, werde man als Spende weitergeben, versprach Christine Tschauner. Wer mitmachen wolle, um einfach nur die zwanglose Gemeinschaft zu genießen und sich "für sich selbst" neu in der beliebten Handarbeitstechnik zu üben, sei ebenso gerngesehen.

Die Gruppe trifft sich vorerst während der Wintermonate jeden Mittwoch ab 13 Uhr im Gemeinschaftssaal des Pressather Seniorenheims. Doch hätte die Heimleiterin nichts dagegen, wenn daraus eine "Dauerinstitution" würde: "Wir könnten uns vorstellen, im kommenden Jahr zum Beispiel eine Weihnachtskrippe mit gestrickten Figuren zu schaffen."
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