Blasmusik schlägt Brücken

Zum Ehrenmitglied des Musikvereins Pressath wurde Herbert Mückl (Vierter von rechts) ernannt. Auszeichnungen gab es auch für die langjährigen Aktiven Martin Murr, Bernd Rupprecht, Alexander Elstner und Karl-Heinz Schmid (von links) sowie Martin Wolf, Sonja Neukam und Markus Fuchs (von rechts). Bild: bjp
Lokales
Pressath
28.11.2014
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Ein bisschen wie Rockstars dürfen sich die Pressather Musikanten fühlen - zumindest in der Region. Sie füllen Säle und damit die Kasse des Musikvereins. Bei der Hauptversammlung dankte der Verein den Verantwortlichen - seinen Musikern.

19 Jahre schwang Herbert Mückl den Taktstock, neun Jahre war er Vorsitzender: Grund für den Musikverein, den Troschelhammerer zum Ehrenmitglied zu küren. Allerdings war Mückl nicht der einzige "Ehr-Würdige" in der Hauptversammlung im Haus der Heimat. Aus der Hand von Gisela Weß empfingen sechs Mitglieder (siehe Kasten) Ehrennadeln und Medaillen des Nordbayerischen Musikbundes für jahrzehntelanges aktives Musizieren.

Doch sei die Arbeit des ganzen Vereins "aller Ehren wert", betonte die Kreisvorsitzende des Musikbundes: "Vorstand und Musikanten arbeiten so harmonisch zusammen, wie es sich für eine Musikergemeinschaft gehört." Die Stadt könne sich glücklich über eine solche Kapelle schätzen, die erfolgreich Brücken zwischen Menschen schlage: "Wo die Sprache aufhört, beginnt die Musik." Auch dem Vorstand um Martin Murr bescheinigte Weß tadellose Arbeit.

Ein guter Ruf fällt keinem Verein in den Schoß: Das belegten die Jahresrückblicke des Vorsitzenden, der Schriftführerin Sonja Neukam und des Dirigenten Martin Wolf. 35 Auftritte und 33 Proben hätten die Pressather Musikanten absolviert. Zum TSV-Starkbierfest habe sich das Ensemble erstmals in neuer Kluft präsentiert. Weitere Höhepunkte seien der mit dem Heimatpflegebund organisierte Museumsfrühschoppen und das Bürgerfest gewesen. Auch beim Eschenbacher Faschingszug, beim Deutsch-Amerikanischen Volksfest, bei der Gemeinschaftshauseinweihung Zessau, beim Weidener Lokfest und bei vielen anderen Anlässen habe man für den "guten Ton" gesorgt.

Murrs Dank galt den Mitgliedern, Gönnern und Freunden für ihre Unterstützung und insbesondere der Stadt für die Überlassung des Probenraums. Wie gut es um den Verein steht, belegt die Bilanz von Kassier Alexander Elstner. Stadtrat Karl Rodler und Stadtpfarrer Edmund Prechtl wünschten den Musikern weiterhin erfolgreiche Arbeit. An Anlässen wird es nicht fehlen: Laut Dirigent Martin Wolf liegen Buchungen und Anfragen für die nächsten beiden Jahre vor, etwa zum Kemnather Powernball des Rings Junger Landwirte, zum Kirchenthumbacher Blasmusikfest und zum Feuerwehrfest in Neusorg.

Etwas Wehmut ergriff die Runde, als sich Tubist Karl-Heinz Schmid nach einem Jahrzehnt am "tiefen Blech" verabschiedete. Ganz zurückziehen will er sich nicht: "Es war eine schöne Zeit mit euch, und wenn Not am Mann ist, helfe ich gern aus." Mit einer von Schmid gestifteten Brotzeit klang die Versammlung aus.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.pressather-musikanten.de
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