Brennende Platzprobleme

Die gute Nachricht: Platz für eine Außentreppe bietet das Umfeld des Vereinshaus in Pressath genug. Bild: is
Lokales
Pressath
01.06.2015
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Weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist, sperrt das Landratsamt die oberen Stockwerke im Pressather Vereinshaus. Und es ist wohl mehr als etwas Baukosmetik nötig, um den Vereinen ihre Räume zurückzugeben.

(wüw) Sechs Vereine müssen mit Platzproblemen fertig werden - und die Stadt mit unerwarteten Kosten. Das Landratsamt hat die Nutzung des ersten Stocks und des Dachgeschosses im Bürgermeister-Hans-Ficker-Vereinshaus bis auf Weiteres untersagt. Das bestätigte die Behördensprecherin Claudia Prößl. Als Grund für die Sperre verwies sie auf unzureichenden Brandschutz.

Am 20. Mai war das Kreisbauamt vor Ort. Auch Kreisbrandrat Richard Meier sei dabei gewesen. Dem ersten Feuerwehrmann im Landkreis gefiel gar nicht, was er in Pressath vorfand. In die oberen Stockwerke führt nur eine Holztreppe. Dazu kommt entlang der Treppe eine Holzvertäfelung, die einem Feuer gute Nahrung böte. Weil es zudem keinen zweiten Fluchtweg gibt, drohen die Obergeschosse zur Todesfalle zu werden, wenn tatsächlich ein Brand ausbräche. "Die Räume wurden deshalb gesperrt", erklärte Prößl.

Das bleibe so, bis die Anforderungen erfüllt sind. Die Holzvertäfelung und einige andere Maßnahmen seien weniger schwerwiegend. Schwieriger wird es, einen zweiten Fluchtweg zu schaffen. "Vermutlich braucht das Gebäude eine Außentreppe."

Bürgermeister Werner Walberer warb am Montag um Verständnis für die Entscheidung. Aus Haftungsgründen gebe es keine anderen Möglichkeit. Walberer versprach den betroffenen Vereinen aber auch, sich um eine schnelle Lösung zu bemühen. "Am Montag gab es einen Ortstermin mit einem Architekten", so Walberer. Ziel sei, möglichst schnell ein neues Brandschutzkonzept für den Bau vorlegen zu können, das die Anforderungen erfüllt, so dass die Vereine ihre Räume bald wieder nutzen können.
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