Bürgermeister Werner Walberer sieht sein Pressath auf einem guten Weg
Nicht auf Lorbeeren ausruhen

Lokales
Pressath
28.10.2014
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"Wir dürfen kommenden Generationen keine Schuldenberge hinterlassen", unterstrich Bürgermeister Werner Walberer in seinem Rechenschaftsbericht zur Bürgerversammlung (wir berichteten). Deshalb wolle er den Schuldenabbau fortführen. Mit 5,9 Millionen Euro habe Pressath Ende 2013 in der Kreide gestanden, zum Jahreswechsel seien es noch 5,4 Millionen Euro. Eine "Stabilisierungsbeihilfe" des Freistaats habe der Stadt erlaubt, eine Sondertilgung von 185 000 Euro vorzunehmen.

Dank hoher Gewerbesteuereinnahmen habe die Kommune zudem 2,2 Millionen Euro aus dem Verwaltungsetat in den für Investitionen und Rücklagen bestimmten Vermögenshaushalt überführt. Auf diesen Lorbeeren dürfe sich die Stadt nicht ausruhen, bekräftigte das Stadtoberhaupt: "Die Pro-Kopf-Verschuldung wird zwar zum Jahresende von 1342 auf 1240 Euro sinken, doch liegt auch dieser Betrag noch immer über dem Landesdurchschnitt von 703 Euro."

Sparsamkeit und notwendige Investitionen dürften einander aber nicht ausschließen, bekräftigte Werner Walberer. Beispielhaft nannte er den neuen Grüngutcontainerplatz, der im Frühjahr eröffnet werde. Für den Bauhof sei ein Unimog angeschafft worden: "Zur Kostendämpfung wurde das 15 Jahre alte Vorgängerfahrzeug in Zahlung gegeben." Besondere Aufmerksamkeit gelte den sieben Wehren, "auf die die Stadt stolz ist". Ihnen, aber auch den Rotkreuzabteilungen sowie allen Ehrenamtlichen innerhalb wie außerhalb der Vereine und Institutionen dankte der Bürgermeister.

"Auf dem Weg der Gesundung" befinde sich der "Kiesibeach"-Badesee, freute sich Walberer: "Die Prüfungen der Wasserqualität ergeben stets sehr gute Ergebnisse." Vor allem dank der Arbeitseinsätze engagierter Bürger, die sich nicht auf "notorische Kritik" beschränkten, sei das Wasserpflanzen- und Algenwachstum eingedämmt. "Vor großen Herausforderungen" stehe nicht nur Pressath bei der Ausgestaltung des Freizeitsees Dießfurt: "Diese 80-Hektar-Freizeitlandschaft kann nur dann bis 2017 vollendet werden und ihr überregionales Potenzial entfalten, wenn alle umliegenden Kommunen an einem Strang ziehen und die Verhandlungen um den Erwerb des landeseigenen Geländes erfolgreich abgeschlossen werden."

Ungebrochener Beliebtheit erfreue sich das Ferienprogramm: An den von 109 Ehrenamtlichen betreuten 19 Aktionen hätten 302 Kinder teilgenommen. Für die Teilnahme an den von Stephan Müller in Zessau angebotenen "Learning Campus"-Ferienwochen habe die Stadt auch Zuschüsse geleistet. Beigelegt seien die Missstimmungen um die Bauarbeiten im Kahrmühlweg, vermerkte der Stadtchef: "Die Straße, die durch Kanal- und Wasserleitungsbau stark beschädigt wurde, wird zwischen den Anwesen 15 und 31 wiederhergestellt, Verbesserungsabgaben werden von den Anwohnern nicht erhoben."

Eine Neuerung erwartet die Autofahrer ab Mitte November: Dann beginnt die von der Stadtverwaltung und dem "Zweckverband Ursensollen" vereinbarte Verkehrsüberwachung. Der genaue Zeitpunkt sowie die Messstellenstandorte würden rechtzeitig bekanntgegeben, versprach Werner Walberer.
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