Bürgerversammlung: Pressather "löchern" Stadtverantwortliche - Briefkasten vermisst
Advent ist nicht Weihnachten

Lokales
Pressath
04.11.2014
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Über mögliche Folgen einer Hochspannungstrasse zwischen Pressath und Schwand zeigte sich Horst Krug bei der Bürgerversammlung (wir berichteten) besorgt. Der Döllnitzer wollte wissen, ob es zutreffe, dass die neue Leitung unter einer einst von der Ortsgemeinschaft sanierten Straße verlegt werden solle: "Dann wäre diese Straße ruiniert."

Hans Zitzmann vom Bauamt sagte, dass die Detailplanung für die Trasse nicht vorliege. Bürgermeister Werner Walberer stellte klar: "Wird die Straße durch die Bauarbeiten beschädigt, so muss die Baufirma sie in den Ursprungszustand zurückversetzen." Gleich drei Fragen hatte Martin Murr. So mahnte er eine Entschärfung der für landwirtschaftliche Fahrzeuge gefährlichen Steigung und Kappung des Feldwegs zwischen Lanz und Brückl an. Walberer sagte zu, die Situation zu prüfen und erforderlichenfalls Abhilfe zu veranlassen.

Noch keine konkreten Perspektiven gebe es für die Neunutzung des Bursteingeländes, gab das Stadtoberhaupt auf eine weitere Anfrage Murrs zu verstehen. Das Areal gehöre derzeit noch dem Freistaat, die Stadt bleibe aber "am Ball", damit die Ersatzfläche für die Stadel im Bändel geschaffen werden könne. Auch für Fischereirechte im Freizeitsee Dießfurt könne die Stadt keine Zusagen geben: "Das Gelände ist noch Landeseigentum, der Fischereibetrieb ist mit dem Staatsforst zu klären."

Bedauern äußerte Gewerberingvorsitzende Charlotte Hautmann über die Entfernung des Briefkastens am renovierten Pfarrhaus. In der Oberstadt stehe damit keine Postbox mehr zur Verfügung. Stadtpfarrer Edmund Prechtl erwiderte, dass er die Beseitigung des Kastens nicht veranlasst habe: "Ich habe dazu nie auch nur ein Wort gesagt." Derzeit stehe er mit der Deutschen Post in Kontakt: "Aber bei der Post geht's halt nicht so schnell."

Schließlich wollte Hans Zitzmann wissen, warum Pfarrer Prechtl den Christbaum auf dem Kirchplatz erst ab Heiligabend illuminieren lassen wolle. "Weil Advent nicht Weihnacht ist", replizierte der Geistliche trocken. Die Zeit des Geburtsfestes Jesu solle etwas Besonderes, vom Advent Abgegrenztes sein und bleiben, und ein schon in den Adventswochen beleuchteter "Weihnachts"-Baum hebe die Grenze auf: "Man bringt das Weihnachtsfest geradezu um, wenn man schon vier Wochen zuvor die Weihnachtslichter leuchten lässt."

Rückendeckung erhielt Prechtl von Charlotte Hautmann, die eine Parallele zu dem in vielen Geschäften schon im Frühherbst einsetzenden Weihnachtsartikelverkauf zog: "Das erfreut auch nicht jeden."
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