Der Pfarrei eng verbunden

Am heutigen Montag hätte Generalvikar Prälat Dr. Karl Hillenbrand seinen 65. Geburtstag gefeiert. Regionaldekan Dr. Josef Zerndl aus Bayreuth (links) zelebrierte zusammen mit Stadtpfarrer Edmund Prechtl aus diesem Anlass einen Gedenkgottesdienst für den im November verstorbenen Bild: mng
Lokales
Pressath
08.06.2015
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Oft war Karl Hillenbrand in Pressath, der Heimatstadt seines Freundes Hans Schwemmer. Wie eng die Verbindung zur Haidenaabstadt dabei wurde, zeigt sich nach dem Tod des Würzburger Generalvikars.

Die Zeit um den 1. Oktober ist in Pressath mit dem Gedenken an den verstorbenen Erzbischof Dr. Hans Schwemmer verbunden. Nun gedachte die Gemeinde einem, der ständiger Gast bei den Gedenkgottesdiensten war. Prälat Dr. Karl Hillenbrand war ein enger Freund Schwemmers. Am 28. September hatte der Generalvikar der Diözese Würzburg zum letzten Mal den Gedenkgottesdienst für seinen Vertrauten zelebriert. Sieben Wochen später war Hillenbrand selbst tot. Am 22. November starb er völlig überraschend.

Hans Schwemmers Bruder Anton hatte die Idee, Hillenbrand zu ehren. Domkapitular und Regionaldekan Dr. Josef Zerndl kam dieser Bitte nach. In seiner Predigt sprach Dr. Zerndl von einer 45-jährigen Verbundenheit mit Dr. Karl Hillenbrand. Er sei ein sehr guter Freund und Wegbegleiter gewesen. "Kennengelernt habe ich Karl Hillenbrand bei meiner Priesterweihe 1971. Daraus entstand eine wunderbare Freundschaft. Wir trafen uns zuletzt vier Tage vor seinem Tod bei einem Mozart-Requiem im Bamberger Dom. Es war es auch ein Requiem für ihn selbst", so Zerndl. "Für Menschen war ihm keine Zeit zu schade." Er sei immer aufrichtig gewesen, habe nie ein falsches Spiel getrieben.

Hillenbrand studierte in Rom und empfing dort im Jahr 1976 von Josef Kardinal Höffner die Priesterweihe. "Heil in Jesus Christus" lautete der Titel seiner Doktorarbeit. Jesus sei die Mitte seines theologischen Denkens gewesen. Von seiner Christusverbundenheit sei er nie losgekommen.

Das Motiv auf seinem Sterbebild zeigt den guten Hirten aus der Marienkapelle in Würzburg. Dass er ein inniger Marienverehrer war, bezeugt der abgedruckte Text des fränkischen Marienliedes "O himmlische Frau Königin ", auf seine fränkische Heimat war er stolz. "Über Karl Hillenbrand hat die Gottesmutter ihre Hand gehalten, auch wenn er so rasch abberufen wurde", stellte Zerndl zum Schluss seiner Predigt fest. Am Ende des Gottesdienstes bedankte er sich für die Mitfeier. Er freue sich schon auf den Herbst, um dann zum Gedenkgottesdienst für Erzbischof Dr. Hans Schwemmer nach Pressath zu kommen.
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