Drei Sprachen und viel Spaß: Oberpfälzer verbringen heitere Herbsttage im Südtiroler Grödnertal
Und keck posiert das Murmeltier

Als Höhepunkt blieb den Südtirolreisenden aus der Oberpfalz der Besuch des Seceda in Erinnerung. 150 Kilometer Fernsicht waren von hier aus möglich. Bild: bjp
Lokales
Pressath
23.10.2014
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Im neunten Jahr in Folge hat Marin Pepiuk eine Wanderfahrt nach Südtirol organisiert. Der Trabitzer weiß: Südtirol hat mehr zu bieten als Luis Trenker und abgesägte Strommasten. Dies bewies er fast drei Dutzend Hobby-Alpinisten aus Pressath, Trabitz und Weiden an fünf Tagen im Grödnertal.

Ein Juwel hatte sich die Gruppe schon für die Anreise vorgemerkt: Auf dem zwei Kilometer langen Weg durch die Gilfenklamm bei Sterzing waren alle hingerissen von Wasserfällen und Strudeln. Der Ratschingserbach hat sich dort in weißes Marmorgestein eingeschnitten. Nach der Ankunft in Wolkenstein betete die Gruppe am Kreuz am hinteren Hochplateau des Langentals um schönes Wetter - mit Erfolg: An allen Tagen wanderte sie bei Sonnenschein.

Am zweiten Tag führte die erste Tour vom Grödner Joch zur Edelweißhütte bei Kolfuschg im Gadertal. Wie im Grödnertal um Wolkenstein geht es auch dort "multikulturell" zu: Dreisprachige Schilder bezeugen, dass im Südosten der Provinz Bozen auch Ladinisch gesprochen wird. Auf ihrem Rückweg zwischen Sellamassiv und Cirspitzen machten die Oberpfälzer "Bergfexe" Station in der Jimmyhütte. Mit dem Bus fuhr die Gruppe am dritten Tag über Sankt Ulrich nach Kastelruth und nach Seis am Schlern. Dieser gut 2500 Meter hohe markante "Dolomitklotz" gilt als Wahrzeichen Südtirols.

Per Gondel und Sessellift ging es hinauf zur Panoramabergstation auf der Seiser Alm und weiter zu Fuß durch die Rosszahnscharte zum Tierser Alpl. Der steile Weg zur Scharte erwies sich durchaus als sportliche Herausforderung: Grund genug, auf der Alpe mit einem Gipfelschnaps anzustoßen. Überrascht waren die Wanderer von den zahlreichen Murmeltieren, die sich oft wenig scheu zeigten: Manche schienen sogar regelrecht für Fotos zu posieren. Tag vier brachte nochmals eine Steigerung mit dem Besuch der Seceda-Höhe bei Sankt Ulrich, dem Heimatort Luis Trenkers.

Aus 2500 Metern Höhe reichte der Blick 150 Kilometer weit bis zu den bayerischen Alpen und der venezianischen Ebene. Der Weg zur Regensburger Hütte führte durch Wiesen, die Edelweiß- und Enzianblüten weiß-blau sprenkelten. Wie an den vorhergehenden Tagen beschlossen entspannende Ruhezeiten in Sauna und Dampfbad den Abend.

Nachdem am nächsten Morgen die Koffer verladen waren, machte die Gruppe nochmals Halt in Sankt Ulrich und wanderte auf dem Poststeig bis Sankt Peter bei Lajen, ehe man sich nicht ohne Wehmut auf den Heimweg begab. Der nächste Besuch im Grödnertal ist schon ausgemacht, und für die "Jubiläumsfahrt" anno 2015 haben die Wolkensteiner Gastgeber versprochen: "Da machen wir eine Party und feiern mit Musik."
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