Ein feiner Zug

Rektorin Ulrike Neiser. Bild: nn
Lokales
Pressath
28.02.2015
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Der M-Zug fährt in die richtige Richtung: Bei der Infoveranstaltung der Pressather Mittelschule hoben Lehrer und Schüler die Vorzüge dieses Wegs zur Mittleren Reife hervor - vor allem im Vergleich zur Wirtschaftsschule.

"Der Weg zur mittleren Reife über die M-Klassen der Mittelschule ist ein sicherer, menschlicher und betreuter Weg." Ein Plädoyer für den M-Zug hielten beim Elternabend Rektorin Ulrike Neiser, M-Klassen-Lehrer Wolfgang Veigl-Meyer sowie vier ehemalige bzw. derzeitige Schüler der Klasse M 10.

Mit aktuellen Statistiken belegte Neiser zunächst das stark wachsende Interesse am M-Zweig in Bayern, dagegen gehen die Zahlen bei den Wirtschaftsschulen deutlich zurück. Der Schulverbund West biete einen vierjährigen Bildungsgang, an dessen Ende die Mittleren Reife steht. Die M-Klassen seien ein Angebot für leistungsbereite Schüler. Dabei ermöglichen sie den Schülern, "an der bekannten Schule zu bleiben, Wohnortnähe, Zukunftssicherheit, vertraute und praxisnahe Unterrichtsmethoden, kleine Klassen und das Klassenlehrerprinzip." Wert lege die Schule auf die Persönlichkeitsentwicklung und Kompetenzen, die wichtig fürs Berufsleben sind. Überhaupt stehe die Praxis- und Berufsorientierung an der Mittelschule im Zentrum. Zum Beleg verwies Neiser auf viele Praktika. Statt einseitiger Ausrichtung biete die Schule das ganze Spektrum sozialer, technischer und wirtschaftlicher Ausrichtung. Ein weiterer Vorzug sei Durchlässigkeit zwischen Regel- und M-Klassen, hob Ulrike Neiser hervor. Der "Quali" nach der neunten Klasse biete auch den M-Schülern den vorzeitigen Erwerb eines anerkannten Schulabschlusses.

Nocheinmal betonte Neiser, dass die Mittlere Reife an der Mittelschule gleichwertig zum Abschluss an Real- oder Wirtschaftsschule sei. So sei für die Absolventen auch der Weg frei an FOS, BOS, Fachakademien und später an Fachhochschule oder Uni. "Dabei verfügen die Schüler über einen deutlich höheren Praxis- und Berufsbezug", stellte Neiser fest.

Dies wüssten auch die Betriebe zu schätzen: "Die Nachfrage nach M-Schülern übertrifft seit Jahren das Angebot. Wir haben eine hundertprozentige Vermittlungsquote, die andere Schulen mit Mittlerer Reife nicht erreichen." Ein Übriges tue die Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt, das regelmäßig Betreuer ins Haus schickt.
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