Entspannte Überwachung

Lokales
Pressath
26.01.2015
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Neue Verkehrsüberwachung und keine Beschwerden? Pressath erlebt das derzeit. Seit Dezember ziehen neue Parkwächter durch die Stadt und niemanden stört sich. Die Verantwortlichen hoffen, dass die nächste Änderung ebenso schmerzfrei abläuft.

(wüw) Nein, beschwert habe sich niemand. Nur zwei, drei höffliche Anrufer wollten wissen, wer denn da hinter den Parkwächtern steht, die seit 8. Dezember durch die Straßen ziehen, berichtet Katrin Pogrzeba. Tatsächlich steht Pogrzebas Arbeitgeber dahinter: die Kommunale Verkehrsüberwachung Ursensollen. Im Auftrag der Stadt kontrolliert diese Einrichtung der Gemeinde im Landkreis Amberg-Sulzbach die Parkplätze in Pressath. In den ersten sechs Wochen habe sie 27 Knöllchen registriert, so Pogrzeba. "Anfangs haben die Mitarbeiter ohnehin nur ermahnt."

Mit Polizei abgesprochen

Positiv bewertet die Neuerung die Polizei in Eschenbach. Die Neuorganisation sei mit der Inspektion abgesprochen, sagt der stellvertretende Leiter Werner Stopfer. Die Verkehrsüberwachung sei zudem vertraglich mit dem Polizeipräsidium geregelt. "Unsere Beamten können keine dauerhafte Überwachung der Parkplätze leisten", sagt Stopfer. Natürlich seien die Eschenbacher Polizisten aber weiter zuständig. "Die Pressather können sich an uns wenden, wenn Falschparker Probleme machen." Weitere Entlastung gibt es für die Beamten aus Eschenbach, wenn ab 7. Februar die Kommunale Verkehrsüberwachung auch den fließenden Verkehr kontrolliert. "Außerhalb der Ortschaften bleibt aber weiter die Polizei für die Kontrolle zuständig", erklärt Stopfer.

Ein erster Schritt

Auch wenn das Kontrollnetz dann nochmals dichter wird, mit einem Ansturm wütender Autofahrer rechnet niemand. "Jeder weiß doch, wie schnell man fahren und wo man parken darf", findet Charlotte Hautmann. Auch die Vorsitzende des Gewerberings befürwortet der neuen Regel. Kein Wunder, der Zusammenschluss der Pressather Geschäftswelt hat die verstärkte Verkehrsüberwachung schließlich immer wieder gefordert. "Unsere Kunden brauchen Parkmöglichkeiten, sonst kommen sie nicht zu den Geschäften in der Stadt zum Einkaufen", begründet Hautmann, weshalb gegen Falsch- und Dauerparker vorgegangen werden soll.

Einen größeren Effekt habe Pressaths Geschäftswelt bislang aber noch nicht bemerkt, sagt Hautmann. "Die Überwachung läuft ja noch nicht lange." Außerdem könne sie lediglich ein erster Schritt zur Belebung der Innenstadt sein. Um die Stadt attraktiver zu machen, setzt Hautmann als nächstes auf das geplante Beschilderungskonzept. Dies könne dazu beitragen, dass etwa Lastwagen gar nicht erst in die Stadt fahren, wenn sie es nicht müssen. "Das würde uns weiter entlasten." Große Hoffnung setzt Hautmann darauf, dass Pressath einmal einen richtigen Stadtplatz und damit ein Zentrum mit Parkmöglichkeiten erhält. Bis dahin sei es zwar noch ein langer Weg, aber der erste Schritt sei gemacht.
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