Erbendorferin stellt Hilfsverein Asante in Pressath vor
"Engel für Afrika"

Johanna Schirdewahn (links) nahm die Spende von Christine Pfeiffer entgegen. "Das Geld kommt den Ärmsten zugute", betonte die zweite Asante-Vorsitzende. Bild: mng
Lokales
Pressath
24.01.2015
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Ein Vortrag über das Schul- und Frauenprojekt "Engel für Afrika" schloss sich an die Hauptversammlung des Frauenbundes (wir berichteten) an. Johanna Schirdewahn stellte den Vereins Asante vor. Das Wort steht in Suaheli für Danke. Seit elf Jahren gebe es im kenianischen Tiwi die Initiative, die Schulkinder fördert. Gegründet hat sie Schirdewahns Schwester und Asante-Ehrenvorsitzende Christine Rottland. Noch immer sei die Not groß, viele seien zum Betteln angehalten. "Das Streudorf Tiwi liegt wunderschön und nahe am Indischen Ozean. Weiße wie Farbige leben dort. Allerdings ist das Asante-Gelände von Mauern umgeben und streng bewacht", erklärte die Erbendorferin.

Aber die zweite Asante-Vorsitzende berichtete auch Positives: von einem neuen Schulgebäude aus Stein mit moderner Einrichtung, das die alten Lehmhütten ersetzt. Alles habe der Verein mit Spenden finanziert. "Die Grundschule besuchen 425 Kinder, das Gymnasium 120. Es gibt zwölf Berufsschüler, und an der Universität sind 8 eingeschrieben." Täglich erhalten zirka 1600 Kinder Frühstück und 560 ein Mittagessen. Hygiene werde groß geschrieben, auf Zahnpflege besonders geachtet. Durch Patenschaften finanziere der Verein Schulbedarf und ärztliche Versorgung. Paten könnten sich vor Ort ein Bild zu machen.

Unter dem Motto "Engel für Afrika" stellte Schirdewahn ein Projekt vor, dass jungen Müttern Hilfe zur Selbsthilfe gibt. Viele Alleinerziehende leben unter der Armutsgrenze. Oft werden junge Frauen verheiratet, bekommt drei, vier Kinder und wird verlassen. Der Frau bleibt nichts, als zur Familie zurückzukehren, staatliche Hilfe gibt es nicht.

Die Geschichte einer junge Mutter von fünf Kindern steht hinter der Gründung von "Engel für Afrika". Die Frau benötigte Hilfe für einen schwerkranken Söhne. Kurz vor Weihnachten begann Christine Rottland Engel zu entwerfen und zu häkeln und arbeitete diese junge Mutter ein. Es war der Beginn des Erfolgs-Projekts. Inzwischen verdienen 62 Frauen mit dem Projekt ihren Lebensunterhalt. Die Engel sind auch in Deutschland erhältlich. Das Projekt hält heute Rottlands Tochter, Angelika Mietzner, am Leben.

Abschließend stellte sich Schirdewahn den Fragen. Christine Pfeiffer dankte im Namen des Frauenbundes für den beeindruckenden Bildervortrag und überreichte ihr eine Spende von 200 Euro. Johanna Schirdewahn freute sich sehr darüber und sicherte zu, das Geld für die Bedürftigen zu verwenden.
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