Frank und frei

Lokales
Pressath
21.10.2015
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Der Frauenbund hatte alles vorbereitet, was zu einer stimmungsvollen Allerweltskirwa gehört. Gutes Essen und Trinken und vor allem gute Musik. Dass es an Stimmung fehlte, lag nicht an den Besuchern im Pfarrsaal.

Der Frauenbund feierte Kirchweih mit fränkischer Schützenhilfe: Das "Freie Fränkische Bierorchester" machte im Pfarrsaal seinen Namen alle Ehre: Ganz "frei" legte sich das Trio aus dem Raum Hof nicht auf einen Musikstil oder eine Instrumentenbesetzung fest, sogar einen Dudelsack hatten die Musiker dabei. Der Auftritt hätte wohl mehr als die 60 Zuhörer verdient, die in den Pfarrsaal gekommen waren.

Tradition und Wandel

Die Anwesenden bereuten ihr Kommen jedenfalls nicht: Erwin Lipsky (Klarinette), Harald Wölfel (Trompete) und Stefan Bayerl (Akkordeon) ernteten für ihre dreieinhalbstündige Darbietung viel Lob und Beifall. Ihre Musik bezeichnet die Gruppe selbst als Volksmusik. Aber Volksmusik sei immer im Wandel, stets Veränderungen ausgesetzt und Trends unterworfen. "Dieser Fluss der Erneuerung ist Grundlage für den Fortbestand traditioneller Musik", heißt es auf der Homepage des Orchesters.

In kleiner Besetzung spielte das Orchester ohne technische Helferlein, Schlager wie "Spanish Eyes" und auch Volksmusik wie "Aus Böhmen kommt die Musik". Dabei lag den Musikern der Kontakt zum Publikum am Herzen, das sie zum Mitsingen und zum Mittanzen ermunterten.

Bier verbindet

Warum sich die Gruppe als "Bierorchester" vorstellt? Wie sollte sich eine Kapelle aus der Region mit der größten Brauereidichte der Welt sonst nennen? Der Gerstensaft sorgt für Verbindung und das Wirtshaus ist der Mittelpunkt im Ort, da unterscheidet sich Franken nicht von der Oberpfalz.

Vor allem für die alten Volkslieder erhielten die Musiker verdienten Applaus. Miteinander Musik machen, Spaß haben und Begeisterung wecken, das sind die Attribute des "Freien Fränkischen Bierorchesters".

Für die kulinarischen Genüsse sorgten die Damen des Frauenbundes. Bratwürste mit Kraut, Käse mit Breze, Bier und Wein sowie Kaffee und Kücheln servierten sie den Gästen. Als "Überraschungsnachspeise". boten sie Creme-Deserts an.
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