Freude über mehr "Ja-Sager"

Bürgermeister Werner Walberer sieht die Stadt Pressath auf einem guten Weg . Bild: bjp
Lokales
Pressath
04.11.2015
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Mehr Wegzüge und mehr Sterbefälle: Der demografische Wandel im ländlichen Ostbayern hat vor Pressath nicht Halt gemacht. Doch die Bevölkerungsstatistik, die Bürgermeister Werner Walberer bei der Bürgerversammlung skizzierte, gibt auch Anlass zur Freude.

Die Haidenaabstädter feierten heuer mehr Hochzeiten und Geburten als 2014. "Bis zum Jahresende wird unser Standesamt 25 Paare getraut haben, vier mehr als im Vorjahr", freute sich Walberer über die Zunahme an "Ja-Sagern". Noch kräftiger fiel der Zuschlag bei den Neugeborenen aus: 38 Säuglinge, elf mehr als 2014, verjüngen die Stadtbevölkerung. Zudem richteten sich 241 Zuzügler zwischen Zintlhammer und Ziegelhütte wohnlich ein. Leider mussten Einwohnermeldeamt und Standesamt aber auch 72 Todesfälle (2014: 46) und 268 Wegzüge (2014: 214) verzeichnen.

Mehr Ausländer

Von 193 auf 236 habe sich die Zahl der Ausländer erhöht, merkte Walberer an: "Diese Gruppe umfasst Menschen aus 32 Nationalitäten." Nicht eingerechnet seien hierin die 46 Flüchtlinge, die in drei dezentralen, also vom Landratsamt mit Asylsuchenden belegten Unterkünften, wohnten. Nach dem Umbau der Bahnhofsgaststätte werde dort eine zusätzliche zentrale Unterkunft eröffnet, in die die Bezirksregierung Zuwanderer einweisen werde. Der Bürgermeister rief dazu auf, den Flüchtlingen mit Verständnis und Toleranz zu begegnen.

Weiter gefestigt habe sich das finanzielle Fundament der Stadtgemeinde, hielt Walberer fest. Auf Kreditaufnahmen habe man verzichten können und zusätzlich zur ordentlichen Schuldentilgung von 333 000 Euro eine 215 000-Euro-Sondertilgung geleistet. Die Schuldenlast werde sich bis zum Jahresende von 5,3 auf 4,9 Millionen Euro verringern. Mit 1119 Euro je Einwohner liege die Pro-Kopf-Verschuldung allerdings noch immer deutlich über dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Kommunen: "Im Interesse der heranwachsenden Generation muss der Schuldenabbau weiterhin Priorität behalten, wobei dies nicht auf Kosten wichtiger Investitionen gehen darf."

Das gelte insbesondere für den Kindergarten und die Schulen, unterstrich Walberer. Im katholischen Kindergarten, an dessen Kosten sich die Stadt von September 2013 bis Dezember 2014 mit 360 000 Euro beteiligt habe, würden zurzeit 94 Kinder betreut. Seit der Erweiterung im Vorjahr biete er Platz für drei Krippengruppen, der Kindergartenbus werde weiterhin eingesetzt. "Für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt" sei auch die Grund- und Mittelschule, die seit Schuljahresbeginn am bayerischen Pilotprojekt "Offene Ganztagsschule" teilnehme.

Mittags verpflegt

Die Weidener "Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration" (GFI) bietet bis 16.15 Uhr Mittagsverpflegung, Hausaufgabenbetreuung und ein Freizeitangebot mit sportlichen, musikalischen und gestalterischen Elementen an. Mit im Boot seien nach wie vor die beiden erfahrenen Fachkräfte der "Elterninitiative Mittagsbetreuung Pressath", die die GFI übernommenen hat. Aktuell werde für die Schule ein Brandschutzkonzept erarbeitet und die Bemühungen um Fördermittel für die Modernisierung der Außenanlagen seien im Gang.
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