Ganztags-Grundschule

Lokales
Pressath
17.07.2015
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Pressaths Grundschule ist auserwählt. Als eine von zwei Grundschulen im Landkreis nimmt sie am Pilotprogramm "Offener Ganztag" des Kultusministeriums teil. Was das für die Schüler bedeutet, klärte der Schulverband im Lehrerzimmer.

Die Weichen werden gestellt: Nachdem die Regierung der Oberpfalz die Aufnahme der Pressather Grundschule in das Pilotprogramm des Kultusministeriums "Offener Ganztag in den Jahrgangsstufen 1 bis 4" angekündigt hatte, fasste die Schulverbandsversammlung erste Grundsatzbeschlüsse.

"Bayernweit sollen 80, im Landkreis Neustadt zwei Grundschulen, an diesem Modellprojekt teilnehmen, das sich zunächst auf das Schuljahr 2015/16 erstreckt", informierte Schulverbandsvorsitzender Werner Walberer, der die Nachricht aus Regensburg als Stärkung des Schulstandorts Pressath und Erfüllung eines Herzenswunsches vieler berufstätiger Eltern würdigte. Das erweiterte Nachmittagsangebot werde als "offene Ganztagsschule" konzipiert, mithin sei die Teilnahme der Schüler freiwillig.

Für die "Kurzgruppe", die bis 14.15 Uhr besucht werden könne, seien bereits 15 und für die bis 16.15 Uhr aktive "Langgruppe" 20 Kinder vorgemerkt, wusste Verwaltungsmitarbeiter Rudolf Fuchs und stellte klar: "Die Familien können für jeden Wochentag gesondert wählen, ob sie ihr Kind in die 'kurze' oder die 'lange' Gruppe geben oder auf eine Betreuung nach Unterrichtsschluss verzichten wollen." Mindestens sechs Stunden pro Woche sollten allerdings in Anspruch genommen werden, ließ Schulleiterin Ulrike Neiser wissen: "Um eine Viertelstunde hin oder her werden wir uns aber nicht streiten."

Die Mittags- und Nachmittagsbetreuung sei grundsätzlich kostenlos, nur für die Verpflegung und bestimmte "zusätzliche Förder- und Freizeitprogramme" würden Entgelte erhoben, kündigte Werner Walberer an. Nicht verzichten wollen die Schulverantwortlichen auf die bewährten Kräfte des Vereins "Elterninitiative Mittagsbetreuung", auch wenn das Ganztagsschulprogramm in die Hand eines neuen Kooperationspartners gelegt werden müsse, der über besonders qualifizierte pädagogische Fachkräfte verfüge. "Wir werden darauf Wert legen, dass dieser Kooperationspartner das erfahrene Vereinspersonal in seine Arbeit einbezieht", betonte Walberer. Der Mittagsbetreuungsverein werde nicht aufgelöst, stelle aber sein Inventar zur Verfügung.

Einig war sich die Versammlung in ihrer Hoffnung, dass der Freistaat das Pressather Ganztagsschulangebot auch über das Schuljahr 2015/16 hinaus fördern werde. Die Chancen stünden gut, meinte Ulrike Neiser: "Immerhin ist sogar von einer geplanten Ausweitung auf 300 Schulen die Rede."
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