"Grenzerfahrungen" im Westen

Die Generalprobe als erster Vorsitzender hat Andreas Kiener (links) bestanden und wurde nun für eine erste "ordentliche" Amtszeit bestätigt. Weiter im Amt bleiben auch Kassier Alexander Elstner, Vizevorsitzender Uli Bär, die Beisitzer Bernd Rupprecht und Markus Fuchs sowie Schriftführerin Sonja Neukam (Zweiter bis Vierter, Sechster und Siebente von links). Musikbunds-Kreisvorsitzende Gisela Weß (Zweite von rechts neben Bürgermeister Werner Walberer) zeichnete Dirigent Martin Wolf und Manfred Götz (Dritter u
Lokales
Pressath
30.11.2015
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"Ich bin in sehr große Fußstapfen getreten": Nicht ohne Fracksausen habe er im Januar die Nachfolge des zurückgetretenen Martin Murr angetreten, erinnerte sich Andreas Kiener bei der Hauptversammlung des Pressather Musikvereins im "Haus der Heimat".

(bjp) Dass er dennoch als kommissarischer Vorsitzender gerade im arbeitsreichen Jahr 2015 seine Sache gut gemacht hatte, bescheinigten ihm die Mitglieder bei den ordentlichen Neuwahlen: Einstimmig sprachen sie ihm für weitere zwei Jahre das Vertrauen aus.

"Perfekt gepasst"

Den harmonischen Vereinsalltag aufgemischt hatte vor allem eine überraschende Einladung aus den USA zum einwöchigen Gastspiel in Neu-Mexiko im September (wir berichteten). "Versicherungen, aufwendige Zollformalitäten, Flugplanung - in Teamwork haben wir das geschafft", blickte Kiener zurück und dankte besonders seinem Vorgänger Murr, der die Kommunikation mit den amerikanischen Stellen und die finanzielle Abwicklung der Reise übernommen habe. Trotz sorgfältiger Vorbereitung sei die Einreise nur "nahezu problemlos" abgelaufen, spielte Dirigent Martin Wolf ironisch auf die "etwas eigene" US-Grenzbürokratie an.

Ins Schwärmen geriet der musikalische Leiter indes über die Gegebenheiten in Alamogordo, wo die "Pressather Musikanten" ihr Standquartier und ihren Hauptauftritt beim "German Oktoberfest" des Fliegerhorstes Holloman hatten: "Ob Bühne, Technik, Unterkünfte oder persönliche Betreuung: Alles hat perfekt gepasst." Bei den Konzerten sei der Funke zwischen Musikern und Besuchern "schnell übergesprungen". Wie Wolf und Kiener verrieten, haben die Amerikaner bereits wegen einer weiteren Tournee im kommenden Jahr "angeklingelt". Im Vordergrund steht für die Kapelle freilich ihr heimatliches Publikum, für das sie laut Martin Wolf im vergangenen Vereinsjahr 31 Proben absolvierte, um bei 32 Auftritten ihr Bestes geben zu können.

Marathon der Melodien

Ein Höhepunkt sei der Kemnather "Powernball" des Ringes junger Landwirte am 10. Januar gewesen: "Für uns war das eine neue Erfahrung, weil wir ein auf Tanzmusik zugeschnittenes Programm zusammenstellen mussten, das alle Standardtänze abdeckte." Der siebenstündige Melodienmarathon habe die Musiker "bis an die Grenzen" gefordert. Doch die Mühe sei belohnt worden, freute sich Wolf: "Schon kurz darauf bekamen wir die Einladung für den nächsten 'Powernball' am 16. Januar 2016." An weiteren Auftritten nannten Wolf, Kiener und Schriftführerin Sonja Neukam unter anderem das Hammerleser Rockfestival im Mai, das Kirchenthumbacher Blasmusikfest, das Deutsch-Amerikanische Volksfest Grafenwöhr und das Luhe-Wildenauer Bürgerfest.

Nicht gefehlt hätten auch der gemeinsame Musikfrühschoppen von Heimatpflege- und Musikverein im Klostergarten, die Cäcilienmesse in der Pfarrkirche und zahlreiche weitere Konzerte und Ständchen in Pressath und der näheren Umgebung. Nicht so gut wie die Musiker habe die Musikanlage das Jahr überstanden, berichtete Andreas Kiener: Eine Überspannung habe sie außer Gefecht gesetzt und umfangreiche Neuanschaffungen und Reparaturen notwendig gemacht. Nun sei man aber technisch wohlgerüstet für das neue Jahr, für das bereits etliche Buchungen vorlägen. Allen Spendern und Sponsoren dankte der Vorsitzende für deren Unterstützung. (Hintergrund)
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