Großer Tag der Freude

Stadtpfarrer Edmund Prechtl (rechts) begleitete die 27 Erstkommunionkinder an ihrem großen Tag. Er sagte: "So wie der Löwenzahn brauchen auch die Christen starke und tiefe Wurzeln, die sie bekommen, wenn sie die Gemeinschaft mit Jesus suchen." Bild: mng
Lokales
Pressath
11.05.2015
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Im Zeichen der Erstkommunion stand der Sonntag in der Pfarrei Sankt Georg: 27 Kinder durften zum ersten Mal den Leib Christi probieren. Stadtpfarrer Edmund Prechtl zelebrierte den Gottesdienst.

Unter Glockengeläut begann der Festtag für die Kinder mit einem Kirchenzug vom Kindergarten zum Gotteshaus. Die Bläsergruppe der Pressather Musikanten begleitete sie. Prechtl stellte in seiner Predigt einen symbolischen Vergleich zwischen dem Löwenzahn und der Gemeinschaft mit Jesus her: "Obwohl er unübersehbar ist und zahlreich blüht, wird der Löwenzahn oftmals kaum beachtet. Vor Gott ist aber jeder wichtig - gerade auch das Kleine und Unscheinbare. Das zeigt uns Jesus gerade bei der Heiligen Erstkommunion. Ganz unscheinbar ist Jesus heute in Form des kleinen Brotes, der Hostie, unter uns: Unter diesem Zeichen verschenkt er sich uns und viele bemerken dieses Wunder fast nicht."

Löwenzahn starke Wurzeln

Der Löwenzahn, zugleich auch ein Zeichen für den Widerstand, drücke sich an den unmöglichsten Stellen durch die Erde, manchmal sogar durch harten Asphalt. Man könne ihn gar nicht ausreißen, denn er habe ganz starke und tiefe Wurzeln. "Auch wir Christen brauchen tiefe Wurzeln. Die bekommen wir, wenn wir immer wieder die Gemeinschaft mit Jesus suchen." "Der Löwenzahn braucht die Bienen, die ihn bestäuben müssen, damit er Frucht tragen kann. So hatten die Kommunionkinder auch andere nötig, die sie mit deren Glauben befruchtet haben, seien es die Eltern, Großeltern, Paten und Religionslehrer." Prechtl ermunterte die Erstkommunionkinder: "Der Löwenzahn streckt der Sonne seine goldgelbe Blüte entgegen. Ohne Sonne ist die Blüte geschlossen und nur durch sie öffnet sie sich." Dann werde die Blüte selbst zu einer kleinen Sonne, die weithin leuchtet.

Die Christen hätten von Anfang an in der aufgehenden Sonne ein Bild für Jesus gesehen. "Wenn wir uns ihm zuwenden, dann können wir uns öffnen, dann können wir selber strahlen wie eine kleine Sonne." So bleibe der Wunsch, dass wir uns immer wieder der Sonne Jesu zuwenden, dass wir selbst zu leuchten beginnen und zu Zeugen und Verkündern Jesu werden. Die 27 Kommunionkerzen wurden nach der Erneuerung des Taufversprechens an der Osterkerze entzündet.

Gemeinsames Vaterunser

Die Fürbitten um Stärkung des Glaubens trugen Kommunionkinder und Eltern vor. Pfarrer Prechtl versammelte die 27 Mädchen und Buben um den Altar. Beim gemeinsamen Vaterunser reichten sich alle die Hände, um die Verbundenheit mit Christus zu unterstreichen. Zum Schluss galt Prechtls Dank allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben, sei es den Musikern, der Feuerwehr, dem Roten Kreuz und dem Kinderkirchenchor unter der Leitung von Conny Träger und Kerstin Farmbauer, die den Gottesdienst mit dem Organisten Günther Hösl würdig und festlich gestaltet hatten.
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