Im Takt von "Stayin' alive"

Lokales
Pressath
02.10.2014
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Eine Sorge weniger, haben die Besucher des Aktionstags des Roten Kreuzes in Pressath. Die Helfer stellten sich und ihre Leistungen vor und die Gäste wissen nun: Im Notfall sind wir in guten Händen.

"Das ist ja kinderleicht!" Solche Ausrufe waren am "100 Pro Reanimation"-Informationsstand am Volksschulgelände häufig zu hören. Das wollten Thomas Rauch und seine Mitstreiter beim Aktionstag zur "Woche der Wiederbelebung" vermitteln: "Jeder kann Leben retten, der einzige fatale Fehler bei einem Notfall ist, gar nichts zu tun", versicherte der Leiter der Pressather Rot-Kreuz-Bereitschaft (BRK),

Buchstäblich das "Herzstück" der Ersten Hilfe bei Herzanfällen sei die Herzdruckmassage mit Atemspende, erklärten die "Sanis". Wie das geht, konnten Besucher an einer Puppe üben. Bei der Massge solle man sich am Takt des Bee-Gees-Evergreens mit dem passenden Titel "Stayin' alive" orientieren, den die Rotkreuzler zur Begleitung abspielten. Ist ein Defibrillator verfügbar, sollte der Herzmassage ein Stromstoß aus diesem "Herzschrittmacher" vorausgehen und auf die Atemspende ein Stromstoß folgen.

Berührungsängste verloren

"Viele haben schnell die Berührungsängste verloren und dann mit großem Elan die richtigen und wichtigen Schritte zur Wiederbelebung eingeübt", freute sich Rauch. Die in immer mehr öffentlich zugänglichen Gebäuden angebrachten "Defis" erleichtern das korrekte Vorgehen, indem sie klare Anweisungen geben. Freilich können und sollen derartige Sofortmaßnahmen nicht die Hilfe Fachkräfte ersetzen.

Dass die regionalen Rettungsdienste auch für außergewöhnliche Gefahrensituationen gerüstet sind, bewies der BRK-Kreisverband Weiden mit zwei "Flaggschiffe".Besonders beeindruckend: ein Gerätewagen des Fachdienstes "Technik und Sicherheit" mit Notstromaggregat, Schnelleinsatzzelt, Zeltheizung und allen Utensilien für den Aufbau einer Notbeleuchtung. "Nicht nur die Feuerwehr besitzt Geräte für Katastrophenfälle, auch das Rote Kreuz kann sich mit dieser Ausrüstung selbst versorgen", erklärte Sebastian Seibert von der Rotkreuzbereitschaft Weiden den Nutzen dieses Fahrzeugs.

Bei Unglücken mit etlichen Verletzten kann ein Zwei-Tragen-Krankenwagen der Weidener Schnell-Einsatz-Gruppe Transport angefordert werden, der zwei Patienten liegend ins Krankenhaus bringen kann.

Auch Hungrige versorgt

Mit Einsatzfahrzeugen gut ausgestattet sind auch das Pressather BRK und die Helfer vor Ort. Ergänzt wird das Angebot durch die Hauskrankenpflege, die sich mit einem "Gesundheitsstand" vorstellte.

Dort konnten die Besucher Blutdruck und Zuckerwert checken lassen. Dass die BRK-Aktiven nicht nur Verletzte versorgen können, bewiesen sie mit einem großen Kuchenbuffet und Leckereien vom Grill.
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