Im Zeichen der Neunzehn

Lokales
Pressath
10.02.2015
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19 Schultage lang nahmen wir, die Klasse 5 der Mittelschule Pressath, am Zeitungsprojekt "Zeitung macht Schule" des Medienhauses "Der neue Tag" teil. Welch ein Zufall, wir sind genau 19 Schüler! Deshalb haben wir versucht, mit den Titelblättern der 19 Ausgaben ein "Z" zu bilden, und zwar am Gipfelkreuz des Großen Arbers.

Denn dort waren wir auf Einladung der Bayernwerk AG auf Exkursion gegangen. Zuvor hatte die tägliche kostenlose Zeitungslektüre im Vordergrund des Projekts gestanden - vom Kreuzworträtsel, Sudoku und Wetterbericht über lokale Nachrichten und Sportteil bis zu überregionalen Themen lasen wir alles.

Sonne liefert Energie

An der Arber-Talstation nahm uns Herr Treml in Empfang, bei 13 Grad Celsius im Tal und 9 Grad auf dem 1456 Meter hohen Gipfel, wie eine elektronische Anzeige verriet. In der über einen Kilometer langen Seilbahn mit 44 Gondeln, die einen Höhenunterschied von 350 Metern überwindet, wurden bereits 131 267 Personen nur mit Sonnenenergie transportiert. Da die Kraft der Sonne jedoch nicht ausreicht, wird der zusätzlich benötigte Strom umweltfreundlich über zwei Wasserkraftwerke produziert.

Damit wird auch der Betrieb der beiden sechs Sechser-Sesselbahnen, der vier Schlepplifte und der vier Förderbänder im Winter sichergestellt, ebenso wie - bei Bedarf - der Betrieb der 50 mobilen oder fest stehenden, schwenkbaren Schneekanonen. Dieser ist allerdings erst ab einer Temperatur von 3 Grad unter null möglich. Das benötigte Wasser stammt aus einem Beschneiungs-Teich mit circa 14 000 Kubikmetern Wassern in Trinkwasserqualität, das heißt ohne Zusatz von Chemie.

Nach diesen allgemeinen Informationen führte Herr Treml uns in die neue Pumpstation, das Herz der Beschneiungsanlage, mit den vielen roten und blauen Rohren und Leitungen und Pumpen sowie in die "Garage" einer Sechser-Gondelbahn. Anschließend zeigte und erklärte er uns die Schneekanonen.

Probesitzen erlaubt

Am imposantesten erschien uns - zumindest den Jungs - der Fuhrpark mit den fünf knallroten Pistenraupen, jede fast 400 PS stark und knapp 300 000 Euro wert, die im Winter jeweils ab 22 Uhr bis zum Morgengrauen im Einsatz sind, um die Skipisten für den nächsten Tag neu zu präparieren. Wer wollte, konnte sogar eine Sitzprobe in einer solchen Pistenraupe machen.

Dann durften wir mit den Gondeln zur Bergstation schweben. Einige von uns hatten das Glück, in der Präsidenten-, Kanzler-, Bischofs- oder Hochzeitsgondel zu sitzen.

Nun war es nicht mehr weit bis zum Gipfelkreuz. Auf dem Gipfelrundweg eröffneten sich uns in alle Himmelrichtungen Ausblicke ins Tal und zum Arbersee. Nach einer kurzen Rast machten wir uns an den Abstieg. Es folgte eine längere Einkehr.

Die meisten von uns waren zum ersten Mal am Arber gewesen, aber viele wollen gerne mit ihren Eltern wiederkommen - zum Wandern oder Skifahren.

Klasse 5 derMittelschule Pressath(Schuljahr 2013/14)
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