Immer Zeit für die Gesellen

Leonhard Merkl (Fünfter von rechts) ist neues Ehrenmitglied der Kolpingfamilie. Der Verein ehrte ihn und die anderen Jubilare am Kolpinggedenktag. Bild: nn
Lokales
Pressath
08.12.2015
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Ein Mann nach dem Geschmack des Gesellvaters: Leonhard Merkl macht sich mehr durch Taten als Worte bemerkbar, deshalb ehrte ihn die Pressather Kolpingfamilie mit einer besonderen Auszeichnung.

Die Kolpingfamilie hat ein neues Ehrenmitglied. Für die vielen Verdienste in 65 Jahren als Kolpingmitglied ehrte sie Leonhard Merkl auf diese außergewöhnliche Weise. Vorsitzender Helmut Langhammer lobte die Einsatzbereitschaft Merkls. Neben seinem Beruf, der kleinen Landwirtschaft und den vielfältigen Aufgaben in der Pfarrgemeinde finde er immer Zeit, der Kolpingfamilie zu helfen, wenn sie Unterstützung brauchte. Am Tag des Ehrenamtes sei sich der Vorstand einig, einen unauffälligen, leisen, außerordentlich verlässlichen Mann zu ehren.

Ehrenurkunden gab es zudem für Alois Raab, Wolfgang Pschorn und Martin Dippl, die jeweils seit 40 Jahren der Kolpingfamilie die Treue halten. Auch ihnen dankte der Vorstand. Freude herrschte zudem darüber, dass mit Philip Wolfram und Julius Pfleger zwei junge Leute sich neu aufnehmen ließen.

Bei seiner Begrüßung erinnerte Vorsitzender Toni Waldmann an den 150. Todestag Adolph Kolpings. Der Gesellenvater sei ein praktisch veranlagter Pionier eines sozialen Katholizismus gewesen. Als Seelsorger mit Bodenhaftung habe er zäh und realistisch für die Verbesserung der Lebensverhältnisse gekämpft. "Er war ein leidenschaftlicher Anwalt für die, die an den Rand gedrängt wurden", erinnerte Waldmann.

In seiner Ansprache befasste sich Pfarrer Edmund Prechtl mit dem Thema "Verantwortung, Ideen und Tatkraft". Er verurteilte Pessimismus, mit dem nichts zu gewinnen sei. Vielmehr lud er die Zuhörer ein, mit Kraft und Einsatzbereitschaft die Zeit zu gestalten. "Gott hat uns das Leben geschenkt und die Welt anvertraut, damit wir uns einbringen und die Welt gestalten." Ob in den Gemeinden, Pfarreien oder Verbänden sei die Einsatzbereitschaft, der Ideenreichtum, die Verantwortung und die Tatkraft der Menschen nötiger denn je, bilanzierte der Redner.

Schon der Glaube an Gott fordere, sich für die Menschen zu engagieren. Auch der Gesellenvater habe diese Forderung mit den Worten belegt: "Schön reden tut's nicht, die Tat ziert den Mann oder die Frau." Christen würden daran gemessen, ob das, was sie sagen, mit dem übereinstimmt, was sie tun. Neben Adolph Kolping nannte Prechtl weitere Zeugen wie die heilige Katharina von Siena, Emmanuel Ketteler, Don Bosco oder Mutter Teresa, die ihren Platz im Leben eingenommen haben. "Den Platz, an den Gott uns hingestellt hat, den können nur wir ausfüllen", fasste Pfarrer Prechtl zusammen. Allerdings müssen alle immer bei sich anfangen.
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