In zwölf Monaten durchstarten

Im Pressather Rathaus unterzeichnen die Bürgermeister Werner Walberer und Carmen Pepiuk im Beisein des Breitbandbeauftragten der Verwaltungsgemeinschaft Bruno Münster (links) die Kooperationsverträge mit der Telekom. Christoph Bernik (rechts) versprach, dass die Gemeinden innerhalb eines Jahres erschlossen sein werden. Bild: bjp
Lokales
Pressath
31.10.2015
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Jetz gehts los: Am Donnerstag schloss die Telekom mit der Stadt Pressath und der Gemeinde Trabitz den Vertrag zum Breitbandausbau. Ein Jahr soll es noch dauern.

"Nächstes Jahr graben wir die Oberpfalz um." Diese ehrgeizige Parole gab Christoph Bernik von der Telekom am Donnerstag bei der Unterzeichnung der Breitbandausbau-Kooperationsverträge mit der Stadt Pressath und der Gemeinde Trabitz aus. Spätestens Ende Oktober 2016, so versprach der Regionalverantwortliche für den Breitbandausbau, sollen 1300 Haushalte in beiden Kommunen auf der Datenautobahn durchstarten können - mit bis zu 200 Megabit pro Sekunde.

"Diesen Zeitrahmen setzen die Verträge, und wir verfügen über die Tiefbaukapazitäten, um das zu schaffen", hielt Bernik fest und fügte hinzu, dass weit über 90 Prozent der bisher bundesweit verwirklichten DSL-Erschließungsprojekte innerhalb von zwölf Monaten ab Vertragsunterzeichnung vollendet waren. Die Trabitzer Bürgermeisterin Carmen Pepiuk freute sich über diese Ankündigung des "rosa Riesen": "Von allen Seiten werde ich auf den Breitbandausbau angesprochen. Die Bürger warten darauf, und wir sind froh, dass heute der vertragliche Startschuss fällt." Am 13. Oktober waren die Förderbescheide des Finanzministeriums über die Zuschüsse aus dem bayerischen Breitbandprogramm eingegangen.

Von ähnlichen Erfahrungen berichtete Pressaths Rathauschef Werner Walberer: "Schnelles Internet ist inzwischen ein wichtiges Stück Lebensqualität und obendrein für Unternehmen ein ausschlaggebendes Kriterium für Begründung oder Erhalt von Betriebsstandorten." Auch Selbständige, Freiberufler und Arbeitnehmer mit häuslichem Arbeitsplatz seien auf leistungsfähige Netzanbindung angewiesen. Besonders erfreulich sei, dass die beiden Gemeindegebiete flächendeckend erschlossen würden: "Unser Ziel war von Anfang an, dass es in puncto Internet keine Bürger erster und zweiter Klasse geben solle."

Dies decke sich mit dem Interesse seines Unternehmens, entgegnete Christoph Bernik. "Wir wissen, wie wichtig ein schneller Internetanschluss für die Zukunftssicherheit einer Kommune ist und wie ungeduldig die Bürger warten. Deshalb wollen wir so vielen Menschen wie möglich einen Anschluss nach neuestem technischem Standard eröffnen und freuen uns, die beiden Projekte zügig anzugehen." Den Verantwortlichen in Verwaltungsgemeinschaft (VG) und Gemeinden dankte er für ihr Vertrauen und lobte die Zusammenarbeit insbesondere mit VG-Verwaltungsleiter Bruno Münster, der auch als Breitbandbeauftragter fungiert: "In ihm haben wir einen hochprofessionellen Ansprechpartner."

Die Telekom werde nun umgehend in die Feinplanung einsteigen, kündigte Bernik an. Gleichzeitig werde eine Firma für die notwendigen Tiefbaumaßnahmen ausgesucht und das notwendige Material bestellt. Ab Frühjahr wolle man an die Arbeit gehen: "Beide Erschließungsprojekte sollen jeweils in einem Zug realisiert werden, damit die Haushalte die schnellen Anschlüsse spätestens ab Oktober 2016 buchen können." Bürgermeister Walberer merkte an, dass die Stadt in einigen Straßenzügen DSL-Leerrohre als Vorleistung verlegt habe und diese der Telekom zur Nutzung anbiete.
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