Kein Lacher über Schutzbleche

Lokales
Pressath
18.06.2015
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Triathlon boomt - und schreckt ab. Für Anfänger bieten sich kleine Wettkämpfe wie in Pressath und Eschenbach, sagen Michael Waldmann und Reinhold Danzer. Die beiden Organisatoren wissen: dort sind Startgebühren günstig, Organisatoren hilfsbereit und niemand lacht über Sportler mit Citybikes.

(wüw) Triathlon wirkt kompliziert, schließlich sind drei Disziplinen unter einen Hut zu bringen. Außerdem wirken Triathleten spleenig, mit wunderlicher Kleidung, seltsamer Ausrüstung und eigener Sprache. Vom ersten Eindruck sollte sich niemand entmutigen lassen, sagen Michael Waldmann und Reinhold Danzer. Die Organisatoren der Veranstaltungen in Pressath und Eschenbach versichern: Der Sport ist faszinierend, nicht nur für Voll- und Halbprofis.

Für wen ist Triathlon der richtige Sport?

Michael Waldmann: Für alle, die regelmäßig Ausdauersport machen wollen, aber Angst vor Überlastung und Langeweile haben. Durch die Kombination aus schwimmen, laufen und Radfahren kann man vier bis sieben Tage aktiv sein, ohne Kopf oder Körper zu überfordern.

Wird ein Anfänger ausgelacht, wenn er mit dem Citybike zwischen den High-Tech-Carbon-Rädern steht?

Waldmann: Bei uns sicher nicht. Man muss auch nicht Kraulschwimmen können. Viele bewältigen die 400 Meter Schwimmen im Bruststil. Man darf nicht glauben, dass nur Profis am Start stehen. Gerade bei kleineren Triathlons starten viele einfache Straßenräder oder Mountainbikes. Man muss keine Angst haben, dass man als einziger mit einem Rad mit Schutzblechen unterwegs ist. Unsere Wettkämpfe bieten sich zum Reinschnuppern an. Wer dann dabeibleibt, kann seine Ausrüstung nachbessern, wenn er das will.

Reinhold Danzer: Dazu eignet sich besonders die Staffel. Bei der teilen sich die drei Sportler die Strecken und können das Drumherum kennenlernen.

Was muss ein Sportler für die Triathlons in Eschenbach und Pressath mitbringen?

Waldmann: Grundsätzlich sind die Wettkämpfe für gesunde Menschen, die Ausdauer für einen zehn Kilometer-Lauf haben zu schaffen. Das Tempo spielt keine Rolle. 500 Meter am Stück schwimmen sollten die Starter können.

Danzer: Genau. Wer regelmäßig Sport treibt, hat keine Probleme.

Gibt es Unterschiede zwischen ihren Wettkämpfen?

Waldmann: Die Strecken sind ungefähr gleich lang. Das Schwimmen fällt in Pressath etwas leichter. Der Kiesweiher ist kleiner als der Rußweiher. Bei uns starten die Sportler vom Ufer aus, ohne vor dem Startschuss schon schwimmen zu müssen. Außerdem wird das Wasser ungefähr zur Hälfte der Schwimmstrecke für einige Meter so flach, dass man waten und dabei verschnaufen kann.

Dafür sind Rad- und Laufstrecke in Pressath etwas anspruchsvoller. Mit dem Rad geht es den langen Berg nach Eichlberg hoch. Auf der Laufstrecke gibt es zwei Anstiege.

Danzer: Wegen einer Baustelle, müssen wir die Radstrecke ändern. Wir weichen deshalb auf unsere frühere Strecke aus. Die ist etwas kürzer, dafür aber etwas bergiger.

Was sind die besten Argumente für eine Triathlonpremiere in Eschenbach oder Pressath?

Waldmann: Es sind schöne, kleine Wettkämpfe. Beide sind sehr übersichtlich. Beim ersten Triathlon hat man genug mit sich selbst zu tun. Auf langes Suchen nach dem richtigen Weg oder einen Infostand kann da jeder verzichten.

Danzer:Genau. Der familiäre Flair spricht für uns. Und die tolle Stimmung bei Start und Ziel direkt am Rußweiherbad.
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