Kindergarten-Erweiterung trotz demografischen Wandels - Heute Einweihung des ...
Gegen den Strom für die Kinder

Lokales
Pressath
21.11.2014
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Pressath schwimmt gegen den Strom. "Eigentlich sollte nur ein Raum im Altbau unseres Kindergartens für eine Krippengruppe umgebaut werden", verrät Kirchenpfleger Anton Murr: "Doch dann haben wir uns nach eingehenden Gesprächen mit Stadt, Landratsamt, Kreisjugendring und Caritas für einen Anbau entschieden, der für noch zwei weitere Gruppen Platz bietet."

Mehr Raum für Kinder in einer Zeit, in der allenthalben über den demografischen Wandel, kränkelnde Kindergärten und schrumpfende Schulen geklagt wird? Diese Entscheidung sei richtig und notwendig gewesen, ist Murr überzeugt: "Die Nachfrage nach Krippenplätzen steigt beständig, und die Geburtenziffern in und um Pressath schwanken stark. Wenn nun ein Ausbau erfolgen sollte, dann in einer Weise, die unsere in einem zentralen Ort liegende Tagesstätte auf alle Eventualitäten vorbereitet."

Dies sei gelungen, meint Leiterin Barbara Krauthahn: "Das Interesse an Betreuungsplätzen für Ein- bis Dreijährige ist in der Tat groß, und an zeitgemäßen Räumlichkeiten herrscht bei uns nun kein Mangel mehr." Drei Krippengruppen beherberge der Kindergarten: "Die ,kurze Gruppe' wird bis 12 Uhr betreut, die ,verlängerte' bis 13 Uhr und die Ganztagsgruppe bis 16 Uhr." Von den 36 verfügbaren Krippenplätzen sind zurzeit 25 besetzt, interessierte Eltern können ihre Kleinen jederzeit neu anmelden.

Kein Pappenstiel

Gut 800 000 Euro investiere die Katholische Kirchenstiftung als Trägerin in die Kindergarten-Erweiterung, wovon die Stadt Pressath 90 Prozent übernehme, verrät Anton Murr. Kein Pappenstiel - doch der zwischen Juli 2013 und Juli 2014 erstellte, schlicht und schnörkellos anmutende 218 Quadratmeter umfassende Bau gab Architekt Hans Kneidl und den Handwerkern so manche Nuss zu knacken.

"Wir mussten das Gebäude in einen von einer wasserführenden Schicht durchzogenen Hang hineinbauen", schildert Kneidl die Tücke des Objekts: "Deshalb mussten auch aufwendige Drainagen verlegt werden."

Aus statischen Gründen habe man sich für einen Betonbau entschieden, in dem es allerdings dank großer, zum Garten hingewandter Fensterflächen hell und gemütlich zugehe. Seine Ausstattung und "zonierte" Raumeinteilung folge ebenso wie die Gestaltung des Krippen-Spielplatzes einem Raumprogramm der Regierung der Oberpfalz und des Diözesan-Caritasverbands.

Außer den Kinder-Aufenthaltsräumen und den Intensivräumen zum Lernen und Üben an der Südseite sowie diversen Dienst- und Zweckräumen verfüge der Krippentrakt über einen ruhigen Schlafbereich auf der nördlichen "Hangseite".

Natürliche Dämmung

Eine Terrasse aus unbehandeltem Holz erweitere die Spiel- und Aufenthaltsfläche, und eine Dachbegrünung wirke auf natürliche Weise als Witterungsschutz und Wärmedämmung. Nicht zuletzt, so Hans Kneidl, habe man an einen witterungssicheren Kinderwagen-Abstellplatz in Holzbauweise gedacht.

Bei einem kleinen Fest wird heute um 15 Uhr mit einem ökumenischen Segensspruch Gottes Schutz für die neue "Wichtelburg" erbeten. Für Frühsommer 2015 ist ein "Tag der offenen Tür" geplant.
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