Kräuterpädagogin Rita Brüderer führt SPD-Ortsverein durch die Natur
Was wächst denn da?

Lokales
Pressath
04.07.2015
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Großen Zuspruch fand die Kräuterwanderung des SPD-Ortsvereins. Kräuterpädagogin Rita Brüderer stellte zunächst die wichtigsten Wildkräuter vor. Jedes Kraut habe seinen Nutzen. Angefangen beim Breitwegerich, der sich am Weg "breit macht". Er helfe bei Blasen und "heißgelaufenen" Füßen. Der Spitzwegerich, wird bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Auch gegen Insektenstiche und Brennnesselquaddeln helfe er, seine Blütenknospen schmecken nach Champignon, wenn sie frisch sind - perfekt für den Salat.

Die Brennnessel wirkt entschlackend und wassertreibend. Auch diese Pflanze findet in der heutigen Küche wieder Verwendung, zum Beispiel als Suppe, Salat, Spinat. Die Dießfurter Expertin erläuterte auch den Unterschied zwischen der weiblichen und der männlichen Pflanze.

Mädesüß-Blätter enthalten Salicylverbindungen - ihr lateinischer Name "Spireae" findet sich in Aspirin wieder. "Wenn man die Blätter kaut, hat man den Geschmack vom HubbaBubba-Kaugummi im Mund", sagte Brüderer.

Die Gruppe staunte, was vermeintliches Unkraut alles kann. Der Giersch ärgert die Gärtner, das Bitterkraut treibt aber Harnsäure. Sein herzhafter Geschmack wird in der Küche geschätzt, genau wie der Wiesenbärnklau. Die jungen Blätter und Triebe kann man als Wildgemüse und Wildsalat essen. Die jungen Triebe erinnern an Spargel. Gundermann ist entzündungshemmend, schleimlösend und regt Blase und Niere an. Zum Abschluss gab es für die Teilnehmer einen Kräuterlikör.

SPD-Vorsitzende Sabine Eichermüller dankte Rita Brüderer für die Wanderung. Gerne nahm sie die Einladung an, im Herbst oder im nächsten Frühjahr eine weitere Wanderung zu unternehmen mit Verköstigung oder Kräuterlikörherstellung.
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