Küsse für den Pfarrer

Ein echter Hingucker war die Showeinlage "Tanz der Vampire" der Eschenbacher Faschingsgarde. Der Lohn für ihre Choreographie war ein langanhaltender Beifall. Bild: mng
Lokales
Pressath
18.02.2015
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Früher war Pressath eine Faschingshochburg. Das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Nur die Feuerwehr hält an der Tradition des Faschingsballs fest - mit Erfolg.

Die Wehr hatte zum Ball in den Pfarrsaal geladen und zahlreiche "Maschkerer" kamen. Eine nette Geste: Jede Dame bekam am Einlass ein Glas Sekt gereicht. Unter das närrische Volk hatte sich Stadtpfarrer Edmund Prechtl gemischt, dem Feuerwehrchef Rudi Deglmann für die Überlassung des Saales dankte. Die Besucher bereuten ihr Kommen nicht. Für Stimmung sorgten die "Tazmanischen Teufel". Ihr musikalisches Repertoire sprach alle Altersgruppen und Geschmacksrichtungen an. Bis weit nach Mitternacht war die Tanzfläche voll. Und als die Musik endete, ging es noch nicht nach Hause, sondern einen Stock tiefer in die Bar im Kolpingheim.

Für den Höhepunkt des Abends sorgte die Prinzengarde samt Elferrat aus Eschenbach, angeführt vom Prinzenpaar Lidia I. und Andreas II. Für den Showtanz erhielten die Tanzgirls tosenden Beifall. Sie verstanden es, das Publikum mit ihrer perfekten Choreographie zu begeistern. Nicht nur den weiblichen Besuchern hatte es das Männerballett angetan: Die Tänzer boten mit ihrer Einlage etwas Besonderes und ernteten ebenso langanhaltenden Applaus. Später zeigten die Gardemädchen einen Musical-Mix. Unter anderem aus "König der Löwen", "Tanz der Vampire" und "Cats". Auch dieser Auftritt zog Zugabe-Rufe nach sich.

Bock nicht "bockig"

Abschließend erhielten Feuerwehrvorsitzender Rudi Deglmann, Kommandant Andreas Kneidl, CSU-Fraktionssprecher Norbert Höfer, SPD-Stadträtin Birgit Baller, der Kommandant der Feuerwehr Zintlhammer Hans Fritsch, der Vorsitzende der Pressather Musikanten, Andreas Kiener, Stadtpfarrer Edmund Prechtl und Ruhestandspfarrer Ludwig Bock vom Prinzenpaar der Eschenbacher Faschingsgarde große Faschingsorden. Bock zeigte sich gar nicht "bockig", als ihm die Gardemädchen links und rechts ein Küsschen auf die Wange drückten. "Das kann ich ja mit Weihwasser wieder abwaschen", lautete seine Einschätzung.

Sehr gut besucht war die Bar im Kolpingheim. Erst recht, als im Saal Ruhe eingekehrt war. "Die Letzten gingen erst in den frühen Morgenstunden nach Hause", resümierten die Verantwortlichen.
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