Mit dem "Wohlduft" Gottes

Zum Schluss des feierlichen Gottesdienstes erhielten die Pressathrer Sternsinger in der Pfarrkirche den Segen und zogen aus, um den "Wohlduft" und den Segen Gottes in die Häuser zu bringen. Zehn Sternsingergruppen der Pfarrei Pressath waren heuer unterwegs. Bild: mng
Lokales
Pressath
07.01.2015
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Sie waren mit dem "Wohlduft" Gottes unterwegs. 36 Ministranten der Pfarrei St. Georg kamen als Sternsinger in jedes Haus.

Königlichen Besuch erhielten die Familien in Pressath und den Ortsteilen. Kurz vor dem Drei-Königs-Tag zogen die Schüler in den Gewändern der Heiligen Drei Könige wieder von Haus zu Haus, um für Not leidende Kinder in aller Welt Geld zu sammeln.

Beim vorangegangenen Gottesdienst hatte Stadtpfarrer Edmund Prechtl den Sternsingern den Segen Gottes gespendet und sie gebeten, diesen in alle Häuser weiter zu tragen sollt. Es handle sich um die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. Durch die Spenden würden die Menschen mithelfen, das Licht unserer Welt in alle Welt zu tragen.

In seiner Predigt stellte Prechtl die Frage, ob die Pfarrgemeinde schon einmal in Zeiten des Handys versucht habe, Gott anzurufen. "Anzurufen und angerufen zu werden, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Aber jeder wird wohl zur Antwort geben, Gott kann man nicht anrufen." Dabei heißt es im Psalm 50: "Rufe mich an und ich erhöre dich!" Gott dürfen wir unser Leben anvertrauen, auch wenn man den Eindruck habe, dass das wie bei einem Spielzeugtelefon sei und es nur einen Hörer auf der einen Seite gibt. Gott sei nur in der Fantasie da, in Wirklichkeit höre ich ihn nicht.

Gerade in den Tagen der Weihnachtszeit sollten wir uns bewusst an die Krippe stellen, um zu hören, was Gott uns sagen will. Er werde uns sagen, du braucht keine Angst vor mir zu haben. Gott wolle unsere Liebe und unser Retter sein. "Jesus will unser Leben heil machen, er ist ein Gott, dem wir ohne Furcht und ganz vertrauensvoll begegnen dürfen."

Zum Schluss gab der Stadtpfarrer Ratschläge dafür wie man Gott anrufen könnte. Man müsse auf die Vorwahl achten, nie gedankenlos drauf los telefonieren, sich sammeln, Stille halten, die richtige Nummer wählen in demütiger Offenheit. "Gott ist nicht nur über den Notruf zu erreichen", stellte der Pfarrer klar auch wenn das Sprichwort "Not lehrt beten" natürlich stimme.

Uns allen müsse bewusst sein, dass Gott jederzeit zu sprechen ist, nicht nur am Wochenende und in Zeiten billigen Tarifs. "Ein Telefonat ist kein Monolog. Höre auf die Gegenseite. Lasse dich nicht durch das Besetztzeichen abhalten, versuche es immer wieder. Telefonieren will gelernt sein, denn unser Gebet braucht Nahrung in Form der Heiligen Schrift." Schließlich noch die Aufforderung, den Telefonanschluss so oft wie möglich zu nutzen. Ausflüchte, wie keine Zeit zu haben oder nicht in der richtigen Stimmung zu sein, zählen nicht, betonte der Geistliche.

Bevor die in farbenprächtigen Gewändern gekleideten Sternsinger am Schluss des Gottesdienstes ausgesandt wurden, segnete sie Pfarrer Edmund Prechtl.
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