Musikalisches "Seepferdchen"

Sie beherrschen ihr "Handwerk", und das auch vor Publikum: 17 Mädchen und Buben absolvierten im Pressather Pfarrsaal die freiwillige Leistungsprüfung in den "Junior"-Stufen. Bild: bjp
Lokales
Pressath
06.07.2015
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Litten die Pressather Musikschüler unter Lampenfieber oder Prüfungsangst? Beim Prüfungsvorspiel trat der Nachwuchs sowohl erstmals vor einer Jury, als auch vor Publikum auf. Egal was es war: Alle gingen gut damit um.

Zeigen, was man gelernt hat: Das ist nur der vordergründige Sinn der freiwilligen Leistungsprüfungen an der Musikschule. "Musik spielt man auch für andere, und diese Prüfungsvorspiele sind eine gute Gelegenheit, das Lampenfieber zu überwinden, das Selbstbewusstsein zu stärken und nebenbei solch kleine Formalien wie die Verbeugung nach dem Auftritt zu üben", weiß Musikschulsekretärin Kornelia Heinl, selbst passionierte Musikerin.

Von ihrer "handwerklichen" Geübtheit und Publikumsfestigkeit überzeugten 17 Mädchen und Buben der Leistungsstufen "Junior 1" und "Junior 2" nicht nur ihre Eltern, Geschwister und Freunde, sondern vor allem die Juroren Joachim Steppert (Schulleiter), Klaus Bäuerlein (Gitarre), Ivonne Drzymota (Klavier) und Marie Langgärtner (Blockflöte). Die Skala der Darbietungen reichte von musikalischen Miniaturen wie der japanischen Volksweise "Sakura" oder Gerald Schwertbergers herb-beschwingtem "Sexten-Samba" über anspruchsvolle Klavier-Etüden der Musikpädagogin Anne Terzibaschitsch bis zu gern wie Beethoven, Mendelssohn-Bartholdy und Bartók.

Länge und Schwierigkeitsgrad der Talentproben für das "musikalische Seepferdchen" hingen vom Ausbildungsstand ab: Während in der schon nach vier Monaten Instrumentalunterricht erreichbaren Stufe "Junior 1" ein kurzes Musikstück genügte, mussten sich die "Junior 2"-Aspiranten, die mindestens ein Jahr "Training" absolviert haben, an zwei ambitionierteren Kompositionen beweisen. Das schafften alle zur Zufriedenheit von Jury und Gästen und durften sich über Beifall und eine Urkunde nebst Aufkleber freuen. "Ich hoffe, ihr macht weiter und findet Nachahmer", wünschte sich Steppert.

Musikschulfest

Wer dieser Ermunterung folgt, kann an der Vierstädtedreieck-Musikschule nach drei beziehungsweise fünf weiteren Jahren die Leistungsprüfungen der Stufen D1 und D2 ablegen, die auch musiktheoretische Wissenstests einschließen. Wer die D2-Prüfung besteht, hat damit auch den Eignungsnachweis für Musik als Abiturfach in der Tasche. Alle Leistungstests folgen den Richtlinien des Verbands bayerischer Sing- und Musikschulen.

Ihr vielseitiges Unterrichtsangebot stellt die Musikschule Vierstädtedreieck auch beim Informationstag am Samstag, 11. Juli, vor. Musikbegeisterte Kinder und Jugendliche und ihre Familien können sich von 10 bis 12 Uhr in der Förderschule Eschenbach und im Grafenwöhrer Einkaufszentrum an der Bahnhofstraße, von 14 bis 16 Uhr im Pressather Musikschulgebäude an der Wollauer Straße "umhören".

Dort steigt ab 16 Uhr auch das Musikschulfest "Lange Nacht" mit Darbietungen der Chöre, Bands, Ensembles und Solisten. Ab 19 Uhr bis in die Sommernacht hinein ist Biergartenbetrieb mit Livemusik auf dem Schulhof. Für die Bewirtung sorgen die Fördervereine. Alle Musikfreunde sind willkommen. Programm zum Herunterladen: www.musikschule-vierstaedtedreieck.de , Menüpunkt "News".
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