Mut zur Sicherheit

Lokales
Pressath
04.12.2014
0
0

Senioren im Verkehr sind weniger Gefahr als Opfer: "Passen Sie auf sich auf", riet Experte Andreas Pscherer. Gefahrenstellen sollen die Senioren der Stadt Pressath melden.

Senioren sind keineswegs überdurchschnittlich an Unfällen beteiligt - im Gegenteil. Doch das Risiko der Über-64-Jährigen, bei einem Unfall zu sterben, ist zweieinhalbmal erhöht. "Reaktionszeiten verlängern sich, die Wahrnehmungsfähigkeit nimmt ab, deshalb zählen Senioren zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern", hielt Andreas Bscherer im Vortrag über "Senioren im Straßenverkehr" fest. Seniorenbeauftragter Albert Butscher hatte ihn ins Café Schwärzer geladen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht ist überzeugt, dass erhöhte Vorsicht die Gefahr entschärft. Dies gelte etwa bei der Vorfahrtsregeln, beim Abbiegen und beim Wenden. Ältere Fußgänger achten beim Überqueren von Straßen oft zu wenig auf den Verkehr. Mitunter scheuten sie auch den Umweg zum Fußgängerüberweg.

Dies wollte eine Zuhörerin nicht so stehen lassen: Oft gebe es keine Überwege. Dann solle man wenigstens eine gut überschaubare Stelle suchen: "Ein Umweg kann sich für die Sicherheit empfehlen." Auch reflektierende Kleider seien ratsam. Unfälle in Bus und Bahn ergäben sich oft daraus, dass ältere Menschen nicht um Hilfe zu bitten. Für ein Elektrofahrrad seien eventuell Fahrerlaubnis und Versicherung nötig. Auch Helmpflicht bestehe unter Umständen. Pscherer empfahl den 15 Zuhörern, sich zu informieren. Der Referent legte allen ans Herz, sich mit Vorschlägen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit an die Stadt und den Seniorenbeauftragten zu wenden. Auch die Verkehrswacht habe ein offenes Ohr.

Albert Butscher merkte an, dass die Stadt bei Straßensanierungen auf barrierearme Gestaltung achte, zum Beispiel auf hohe Gehsteigkanten verzichte. Unbefriedigend sei der ungünstig gelegene Überweg am Böllathhaus. Auf Nachfrage Butschers versicherte Bscherer, dass Fahrschüler in der Führerscheinausbildung dazu angehalten würden, auf ältere und behinderte Menschen zu achten.

___

Weitere Informationen im Internet:

http://www.deutsche-verkehrswacht.de/home/angebote... .
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.