Nein zum Heim

Vorerst wird die Bahnhofsgaststätte nicht zum Wohnkomplex umgebaut. Pressaths Stadtrat stimmte gegen das Vorhaben von Alfons Gold aus Amberg. Das letzte Wort hat jedoch das Landratsamt. Bild: edo
Lokales
Pressath
18.07.2015
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Pressaths Bahnhofsgaststätte soll nicht zur Asylbewerberunterkunft werden. Bürgermeister Werner Walberer machte klar, dass das nicht an den Asylbewerbern liegt. Entscheiden muss eine andere Behörde.

Keine Zustimmung fand bei der Stadtratssitzung der Antrag zur Bahnhofsgaststätte. Ein Amberger Investor hatte eine Nutzungsänderung beantragt, um das Gebäude zum Asylbewerberheim umzubauen. In sechs Wohnungen wollte er bis zu 50 Personen unterbringen. Der Investor betreibt bereits mehrere solche Einrichtungen. Vor dem Kauf des Baus wollte er die Nutzungsrechte klärten lassen. Grundsätzlich wäre die Nutzungsänderung möglich, so Bürgermeister Werner Walberer. Das Gebäude liegt in einem Mischgebiet, dass laut Definition der Unterbringung von Gewerbebetrieben und dem Wohnen dient.

"Ich habe kein gutes Gefühl, wenn unseres Kinder jeden Tag an den Asylanten vorbei müssen", äußerte ein Stadtrat. Dem widersprach Walberer entschieden: "Ich habe keine schlechten Erfahrungen mit Asylbewerbern. Wenn ich ihnen begegne, sind sie freundlich und grüßen." Dennoch lehnten die Räte die Pläne mit neun zu sechs Stimmen ab. Klar war den Räten, dass sie nur eine Empfehlung abgeben: "Letztendlich können wir die Maßnahme nicht verhindern, die Entscheidung liegt beim Landratsamt", so der Bürgermeister.
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