Nicht um jeden Preis

Lokales
Pressath
28.11.2015
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Pressath bemüht sich um Klarheit in Sachen Dießfurter Freizeitsee. Am Mittwoch waren Bürgermeister Werner Walberer, sein Stellvertreter Max Schwärzer und der Schwarzenbacher Amtskollege Thorsten Hallmann im Innenministerium in München, um ihren Standpunkt darzulegen.

(wüw) "Wir wollen den Freizeitsee übernehmen, aber nicht um jeden Preis." Dies betonte Walberer vor Vertretern des Bayerischen Staatsforstes und der Immobilien Bayern.

Zumindest einen Schritt im Bürokratie-Dschungel kam die Oberpfälzer Delegation weiter. "Eine Entbehrlichkeitsprüfung belegt, dass der Staatsforst den See und das Gelände nicht benötigt und abgeben kann", berichtet Walberer vom Gespräch. In einem nächsten Schritt soll nun eine Wertermittlung folgen. Mit dem Ergebnis rechnet Walberer frühestens im Februar. Dann kann er mit dem Staatsforst über den Kauf und einen möglichen Preis sprechen.

Für Walberer steht aber schon heute fest, dass der nur symbolisch sein kann. "Wir müssen das Gelände nicht kaufen." Die Stadt habe die Option, das Nutzungsrecht im Jahr 2017 auslaufen zu lassen. "Wir könnten uns dann auf den städtischen Kiesweiher am Kiesi-Beach konzentrieren", sagt der Bürgermeister. Der Staatsforst müsste sich dann selbst um die Zukunft des Kiesabbaugebiets nahe der Bundesstraße 470 kümmern.

Auf der Fläche liegen eigentlich drei große Seen direkt nebeneinander. Die Stadt wäre grundsätzlich bereit, sie zu übernehmen und zu entwickeln. "Das Gelände könnte überregionale Bedeutung haben." Es gab auch schon Planungen für einen möglichen Ausbau, inklusive Hotel und Golfplatz. Diese großen Pläne sind längst verworfen, derzeit gibt es am See nicht einmal Toiletten und dennoch ist er bei Badegästen sehr beliebt. Für die Stadt ist er dagegen vor allem teuer.

Allein die Müllentsorgung auf der großen Fläche sei bei oft mehreren Hundert Badegästen am Tag aufwendig für die Mitarbeiter des Bauhofs. Auch die weitere Entwicklung und Erschließung des Geländes wäre für die Stadt nicht kostenlos. Deshalb könne es sich die Kommune nicht leisten, viel Geld für den Grunderwerb auszugeben. In Teilen läuft auf der Fläche noch der Kiesabbau, endet aber 2019.
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