Noch Kies im Getriebe

Kämmerer Bruno Münster (von links), Schwarzenbach Bürgermeister Thorsten Hallmann und sein Pressather Kollege Werner Walberer beim Austausch mit MdL Annette Karl (SPD) und MdL Tobias Reiss (CSU) im Pressather Rathaus zur Weiterentwicklung des Freizeitsees Dießfurt. Bild: xs
Lokales
Pressath
17.12.2014
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Die Stadt Pressath will beim Freizeitsee Dießfurt weiterkommen, aber der Staatsforst bremst: Da kamen Tobias Reiß und Annette Karl gerade recht. Die Landtagsabgeordneten sollen beim Freistaat Druck machen.

Zum Informationsgespräch waren die Abgeordneten Annette Karl (SPD) und Tobias Reiß (CSU) zu Bürgermeister Werner Walberer ins Rathaus gekommen. Der Schwerpunkt des Gesprächs lag auf der Weiterentwicklung des Freizeitsees Dießfurt. Deshalb waren auch der Schwarzenbacher Bürgermeister Thorsten Hallmann, geschäftsleitender Beamter Bruno Münster und Kämmerer Josef Stock dabei.

Gute Verkehrslage

Zu Beginn stellte Walberer die bisherigen Aktivitäten in Bezug auf das zukünftige Freizeitgelände vor und informierte über mögliche Nutzungen des Geländes. Als Vorbild für die Ausgestaltung diene beispielsweise die Steinberger Seenplatte bei Schwandorf. "Die Verkehrslage des zukünftigen Freizeitgeländes ist mit der Anbindung an die B 470 optimal." Der Freizeitsee sei zudem an das regionale Radwegenetz über den Haidenaab-Radweg angebunden. Hier berichtete Thorsten Hallmann vom heuer fertiggestellten Radlpoint in Schwarzenbach.

Derzeit bestehe mit den Bayerischen Staatsforsten eine Vereinbarung über die Nutzung des Geländes, die noch bis 2017 läuft. "Um allerdings Planungen gesichert vorantreiben zu können und mögliche Investoren mit ins Boot zu holen, wäre ein Erwerb des Geländes oder ein langfristiger Erbbaurechtsvertrag von Nöten." Ohne gesicherte Besitz- beziehungsweise Eigentumsverhältnisse sei es unmöglich, Investoren, Vereine und Verbände anzusprechen oder auf deren Anfragen konkrete Antworten zu geben.

Bereits seit 2010 gebe es Schriftverkehr bezüglich des Erwerbs einer ersten Teilfläche. "Allerdings gibt es seitens des Freistaates als Grundstückseigentümer, vertreten durch die Bayerischen Staatsforsten, seitdem keine wesentlichen Fortschritte." Auch verschiedene Fördermöglichkeiten kamen zur Sprache.

Verhältnisse klären

Allerdings bestünden ohne geklärte Eigentumsverhältnisse keinerlei Handlungsmöglichkeiten. Beide Abgeordneten versicherten, sich mit den entsprechenden Fachstellen in Verbindung zu setzen und zu vermitteln. Es wäre schade, wenn dieses Projekt nach so viel Vorarbeit nicht verwirklicht werden könnte.

"Gerade bei diesem Musterprojekt interkommunaler Zusammenarbeit, zeigt sich, was ein gutes Miteinander bewirken kann", sagte Reiß. Neben Pressath und Schwarzenbach sei auch Grafenwöhr mit von der Partie.
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