Ökumenischer Jugendkreuzweg in Pressath: Stationen machen Geschehen deutlich
"Im Fokus: Das Kreuz"

Laura Dobmeier, Josef Gmehling, Franziska Graser und Matthias Majer (von links) haben den Kreuzweg "Im Fokus: das Kreuz" ausgearbeitet. Xaver Wolf (Dritter von rechts) begleitete den Kreuzweg am Keyboard. Bild: mng
Lokales
Pressath
24.03.2015
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Auf das Wesentliche konzentrierte sich der ökumenische Kreuzweg der Jugend am Freitag. Rund 60 Gläubige versammelten sich in der Stadtpfarrkirche, um unter dem Motto "Im Fokus: Das Kreuz" zu beten. Leid und Tod in den Vordergrund zu stellen, sei zwiespältig: Es könne Aufmerksamkeit auf den Leidenden lenken, es könne ihn aber auch bloßstellen; es könne zum Verändern und Helfen ermutigen, aber auch zur Befriedigung verführen, hieß es an dem Abend.

Im Mittelpunkt standen sieben Kreuzwegstationen. Nachdenklich betrachtete die Pfarrgemeinde den letzten Weg Jesu. "Jesus bringt der Welt die Liebe Gottes nahe. Sein Kreuz wird zum Zeichen der Solidarität mit Leidenden und Sündern. Sein Kreuz ist das Zeichen der Freiheit von Schuld und Tod und der untrennbaren Gemeinschaft mit Gott."

Die Texte an den Stationen spiegelten die Tragik wider: Kraft für die dunklen Stunden, der ganz besondere Moment der Begegnung Jesu mit seiner Mutter, Simon von Cyrene, der in das Geschehen hineingezogen wird, Trost für die weinenden Frauen, die Last des Kreuzes, die Jesus niederdrückt, Menschen, die das Urteil ausführen, und schließlich der Hauptmann unter dem Kreuz, der auf einmal versteht, wer dieser Jesus Christus in Wirklichkeit war.

Der Kreuzweg ließ die Gläubigen in ihr Leben blicken. "Wir Christen gehen wieder und wieder dem Kreuz nach, in der Hoffnung, immer mehr zu begreifen, was Jesus und sein Weg ans Kreuz für uns bedeuten, was sein Leben, sein Leiden, sein Tod und seine Auferstehung uns zeigen." Xaver Wolf umrahmte den Kreuzweg am Keyboard.

Kerzen symbolisierten, dass der Tod nicht das Aus ist. Gläubige entzündeten sie am Kreuz aus Tüchern vor dem Altar. Das Licht soll als Zeichen der Hoffnung gedeutet werden.
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